Kommunikationsprotokollunterstützung

Die MSG_CIP-Funktionsblöcke unterstützen verschiedene Kommunikationsprotokolle, wie in diesem Abschnitt beschrieben.
Unterstützte Protokolle
Nachrichtenprotokoll
Kommunikationsmedien
Diesen Funktionsblock verwenden
Modbus/RTU-Client und -Server
Über einen seriellen Anschluss als Modbus-RTU konfiguriert
Modbus/TCP-Client und -Server
Über das Ethernet statt über einen seriellen Anschluss
Ethernet IP-Client und -Server
Über einen integrierten Ethernet-Kanal
CIP seriell-Client und -Server
Ethernet-Kabel oder serielles Kabel
ASCII
Über einen mit einem ASCII-Treiber konfigurierten RS-232-Anschluss
MSG_CIPSYMBOLIC
Weitere Informationen finden Sie unter Anweisungen zu seriellem Anschluss.

Modbus-RTU

Modbus ist ein Master-Slave-Kommunikationsprotokoll im Halbduplexverfahren, das einem einzelnen Master die Kommunikation mit bis zu 247-Slave-Geräten ermöglicht. Der Modbus-Netzwerkmaster liest und schreibt Bits und Register. Modbus-RTU wird durch eine entsprechende Konfiguration des seriellen Anschlusses unterstützt.
Weitere Informationen zum Modbus-Protokoll finden Sie in den Modbus-Protokollspezifikationen.

Modbus/TCP

Das Modbus/TCP Server-Kommunikationsprotokoll verwendet dieselben Modbus-Mapping-Funktionen wie Modbus-RTU, wird jedoch über das Ethernet und nicht über einen seriellen Anschluss unterstützt.
Der
Micro850
L50E-Controller unterstützt bis zu 16 gleichzeitige Modbus TCP Server-Verbindungen. Anstelle einer Protokollkonfiguration ist lediglich eine Konfiguration der Modbus-Mapping-Tabelle erforderlich.

EtherNet/IP

Micro820
L20E- und
Micro850
L50E-Controller unterstützen bis zu 16 gleichzeitige EtherNet/IP-Serververbindungen über einen integrierten Ethernet-Kommunikationskanal. Mithilfe des Kanals kann ein
Micro850
L50E-Controller über ein lokales Netzwerk bei einer Transferrate von 10 Mbps/100 Mbps mit verschiedenen Geräten verbunden werden.

Common Industrial Protocol (CIP)

Das CIP-Protokoll ist ein Transport- und Anwendungsschicht-Protokoll zum Nachrichtenaustausch über Ethernet/IP-, ControlNet- und DeviceNet-Netzwerke, mit dem HMIs eine einfache Verbindung zu einem
Micro850
L50E-Controller herstellen können.

CIP-Explicit-Messaging

Das CIP-Protokoll wird für Explicit Messaging verwendet. Explicit Messaging (Konfiguration, Datensammlung und Diagnose) wird verwendet, um Daten zu übertragen, die keine kontinuierlichen Updates erfordern. Explicit Messaging wird durch den Einsatz von CIP Generic-Client-Messaging über den MSG_CIPGENERIC-Funktionsblock und durch den Einsatz von CIP Symbolic-Client-Messaging über den MSG_CIPSYMBOLIC-Funktionsblock unterstützt.

CIP seriell

CIP seriell verwendet das DF1-Vollduplex-Protokoll und ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen zwei Geräten. Es kombiniert Datentransparenz (American National Standards Institute ANSI - X3.28-1976-Spezifikation Unterkategorie D1) und eine gleichzeitige Übertragung in zwei Richtungen mit integrierten Antworten (Unterkategorie F1).
Die
Micro850
L50E-Controller unterstützen CIP seriell über eine RS-232-Verbindung zu externen Geräten, z. B. zu Computern, auf denen
RSLinx® Classic
-Software ausgeführt wird,
PanelView
Component-Terminals (ab Firmware-Version 1.70) oder sonstigen Controllern, die CIP seriell über DF1-Vollduplex unterstützen, wie z. B.
ControlLogix®
- und
CompactLogix
-Controller mit integrierten seriellen Anschlüssen.
Der Treiber für serielle Anschlüsse kann über die Gerätekonfigurationsstruktur als
CIP seriell
,
Modbus-RTU
,
ASCII
, oder
Herunterfahren
konfiguriert werden.
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