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10 Tipps zur Arbeitssicherheit und -produktivität für 2018

Ein neues Jahr beginnt, aber Sie stehen vor denselben Fertigungsherausforderungen: weniger verfügbare Arbeitnehmer, Globalisierung, Innovation, Sicherheits- und Security-Belange und optimale Nutzung von Informationen.

Anfang 2018 haben wir nun eine Liste mit 10 Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern und unmittelbare Verbesserungen bei der Sicherheit und Produktivität zu erreichen.

1. Safety Maturity verbessern: Unter Safety Maturity verstehen wir eine Kombination aus Kultur (Verhalten), Compliance (Richtlinien und Verfahren) und Kapitaleinsatz (Technologien). Untersuchungen haben wiederholt gezeigt, dass die führenden 20 Prozent der Hersteller eine 5 bis 7 % höhere Gesamtanlageneffektivität, 2 bis 4 % weniger ungeplante Ausfallzeiten und 50 % niedrigere Verletzungsraten erreichen – und diese „Top Performer“ bauen ihren Vorsprung aus.

Branchenweit führende Unternehmen betrachten Sicherheit als Schlüsselelement bei der Optimierung ihrer Betriebsprozesse. Zu diesem Zweck wenden sie moderne Sicherheitsmethoden an. Bei einer LNS-Umfrage gaben zum Beispiel 75 Prozent der Industrieunternehmen an, dass sie durch den Einsatz fortschrittlicher Sicherheitstechnologie betriebliche Verbesserungen erzielen konnten.

Wie können auch Sie profitieren? Bewerten Sie zunächst einmal Ihre Safety Maturity, um festzustellen, wie Sie im Vergleich mit anderen abschneiden. Nur wenn Sie Ihr Leistungsniveau und die Bereiche kennen, in denen Verbesserungen notwendig sind, können Sie die Sicherheit optimieren. Lesen Sie mehr über Safety Maturity und schätzen Sie Ihre Leistung ein.

2. Sicherheit und Security zusammen angehen: Aufgrund der zunehmenden Vernetzung von Industrieunternehmen wird es immer wichtiger, Security- und Sicherheitsrisiken gemeinsam zu betrachten. Wie wir alle wissen, dient Security zum Schutz des geistigen Eigentums, des Betriebs und der Marke. Die Auswirkungen von Security-Risiken auf die Sicherheit werden jedoch leider allzu oft übersehen.

Durch eine Zusammenführung der Sicherheits- und Security-Programme und die Befolgung zentraler Schritte können Sie die Auswirkungen der Security-Risiken auf die Sicherheit einschätzen, steuern und verringern. Erfahren Sie mehr über den Zusammenhang zwischen Sicherheit und Security (PDF).

3. Zusammenarbeit verbessern: Der Bereich Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz (EHS) ist zwar am unmittelbarsten für die Arbeitssicherheit verantwortlich, hat jedoch nur auf die am wenigsten effektiven Maschinensicherheitsmethoden direkten Einfluss. Der Bereich Engineering fokussiert sich auf technische Normen, steuert jedoch die effektivsten Maschinensicherheitsverfahren. Diese beiden Abteilungen stehen eher argwöhnisch zueinander, was zu einem Verlust an Sicherheit und Produktivität führt.

Ein Hauptelement der Safety Maturity besteht in der Zusammenarbeit beider Bereiche – und mit dem Betrieb. In einer kürzlich durchgeführten LNS-Studie wurde festgestellt, dass in Unternehmen, in denen diese drei Funktionsbereiche zusammenarbeiten, die mittlere Unfallrate um 15 Prozent niedriger war. Lesen Sie mehr über Safety Maturity und darüber, wie diese Abteilungen zusammenarbeiten sollten.

4. Risikobewertung in der frühen Planungsphase durchführen: Schließen Sie Risiken während der Planung der Maschine aus, anstatt die Maschine erst zu bauen und anschließend zu versuchen, sie sicherer zu machen – das ist der entscheidende Punkt. Die meisten Unternehmen führen die Risikobewertung zu keinem festen Zeitpunkt durch. Eine der wichtigsten Fragen bei einer neuen Maschine ist jedoch, wann Sie die Risikobewertung durchführen. Können Risiken am besten in der frühen Planungsphase abgewendet werden? Oder gelingt dies besser nach der Entwicklung und dem Bau, wenn die Maschine versandfertig ist?

Tatsächlich ist es unerlässlich, eine Risikobewertung in der frühen Planungsphase und ein weiteres Mal nach der Inbetriebnahme der Maschine am Betriebsstandort durchzuführen, um sicherstellen zu können, dass sie die Compliance-, Sicherheits- und Produktivitätsanforderungen erfüllt. Untersuchungen haben gezeigt, dass 60 bis 70 Prozent aller Zwischenfälle außerhalb des normalen Betriebs auftreten (während der Wartung, Reparatur usw.). Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in dieser Kurzdarstellung (PDF).

5. Maschinen ergonomisch auslegen: Der Wandel der Belegschaft in der Industrie macht neue Sicherheitsüberlegungen erforderlich. Bei jüngeren und unerfahrenen Mitarbeitern ist das Risiko akuter Verletzungen höher. Ältere Mitarbeiter sind anfälliger für Erkrankungen des Bewegungsapparats und Verletzungen durch Überbeanspruchung, die häufig chronisch werden oder zum Ende des Berufslebens führen können.

Um die Arbeitsleistung jedes Mitarbeiters optimal nutzen zu können, müssen Maschinen heute für ein breiteres Spektrum von Arbeitnehmern konstruiert werden. Dies umfasst die Möglichkeit der Bedienung durch Rechts- und Linkshänder und den Verzicht auf repetitive Bewegungsabläufe, Hebebewegungen sowie unbequeme Arbeitshaltungen. Lesen Sie mehr über das Thema Anpassung an eine sich wandelnde Belegschaft (PDF).

6. LOTO-Alternativmaßnahmen zur Verbesserung der Produktivität nutzen: Sicherheit muss nicht zu Lasten der Produktivität gehen. Modernes Maschinendesign sieht geringfügige Ausnahmen für Lockout/Tagout (LOTO) vor, sofern es sich um routinemäßige, regelmäßige Arbeiten handelt, die Teil der normalen Verwendung der Anlagen sind. Bei korrekter Anwendung können diese Alternativmaßnahmen die Produktivität steigern, da sie LOTO-bedingte Ausfallzeiten bei gleichzeitiger Einhaltung der Wartungsvorschriften reduzieren. In einigen Fällen vollzieht sich an dieser Stelle der Übergang von der reinen Einhaltung von Vorschriften hin zur Optimierung der Betriebsprozesse. Erfahren Sie mehr über die Verwendung alternativer Schutzmaßnahmen (PDF).

7. Sicherheit in ein Connected Enterprise einbinden:Das Potenzial des industriellen Internet der Dinge (IIoT) kann Ihre Sicherheits-Compliance und -Performance nachhaltig verbessern. Ein Connected Enterprise ermöglicht es Sicherheitsfachkräften, sich in Echtzeit ein Bild über Verhaltensweisen der Mitarbeiter, die Maschinenkonformität, Ursachen von Sicherheitsabschaltungen sowie Sicherheitsabweichungen und -trends zu machen. Darüber hinaus kann es wichtige Informationen zur Einstellung, Ausbildung und langfristigen Bindung von Mitarbeitern liefern. Erfahren Sie mehr über Sicherheit in The Connected Enterprise (PDF).

8. Sicherheit fest in das Steuerungssystem integrieren: Ihr Steuerungssystem sollte Sicherheitseingänge, -logik und -ausgangsgeräte beinhalten, um Risiken zu vermindern, die Produktivität zu steigern und Informationen an wichtige Akteure zu liefern. Die Planung eines effektiven, produktivitätssteigernden Sicherheitssystems kann eine Herausforderung darstellen. Deshalb gibt es Sicherheits-Designtools, mit denen sich die Entwicklung optimieren und die Compliance sicherstellen lässt.

Mit der Software RASWin können Sie zum Beispiel den Sicherheitslebenszyklus verwalten und lückenlos dokumentieren. Die Software Safety Automation Builder unterstützt Sie bei der Entwicklung Ihres Sicherheitssystems. Dokumente zur Sicherheitsfunktion sind hilfreich bei der Implementierung von Maschinensicherheitsfunktionen und beinhalten Berechnungen der Sicherheitsleistung, Verdrahtung, Programmierung, Überprüfung und Validierung. Lesen Sie mehr über die verfügbaren Sicherheitstools.

9. Intelligente Sicherheit nutzen: Mit neuen intelligenten Sicherheitsdesigns und -geräten lassen sich Verdrahtung, Designkosten und ungeplante Ausfallzeiten reduzieren. Durch die Erfassung von Daten zur Interaktion zwischen intelligenten Geräten können Sie beispielsweise Rückmeldungen zur vorausschauenden Wartung sowie andere Informationen erstellen. Durch die Beschränkung des Maschinenzugriffs auf autorisierte und entsprechend geschulte Mitarbeiter können Sie die Produktivität, Sicherheit und Security steigern. Erfahren Sie mehr über intelligente Sicherheit.

10. Sicherheits-Know-how aufbauen: Sie benötigen Ingenieure, Systemintegratoren und Maschinenbauer mit Fachwissen über aktuelle Sicherheitsnormen, mit nachweisbaren Erfolgen beim Aufbau von Sicherheitssystemen und mit Kenntnissen der anwendbaren Prozesse und Technologien zur Entwicklung von produktivitätssteigernden Sicherheitssystemen.

Wenn Sie innerhalb Ihres Unternehmens nicht über dieses Know-how verfügen, wenden Sie sich an Ihre Partner. Rockwell Automation beschäftigt nahezu die Hälfte aller vom TÜV Rheinland zugelassenen Sicherheitsexperten. Über unsere Allianzen können wir Ihnen anerkannte Systemintegratoren und Lösungspartner mit Sicherheitsfachkenntnissen zur Verfügung stellen. Diese Organisationen erfüllen strenge Anforderungen und haben sich einem gründlichen, mehrere Monate dauernden Beurteilungs- und Ausbildungsprozess unterzogen, bevor sie Mitglieder unseres PartnerNetwork-Programms wurden. Lesen Sie mehr über das Programm für Systemintegratoren von Rockwell Automation.


Steve Ludwig
Steve Ludwig
Commercial Programs Manager, Safety, Rockwell Automation
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