Die neueste State of Smart Manufacturing – Automotive Edition zeigt eine Branche, die wirtschaftlichem Druck, Personallücken und schnellen Technologiewechseln gegenübersteht. Mit Antworten von 130 Managern und Führungskräften aus der Automobil- und Reifenherstellung, von Original Equipment Manufacturers (OEMs), Engineering Procurement Companies (EPCs) und Systemintegratoren weltweit zeigt der Bericht, dass Smart Manufacturing und Technologie entscheidende Faktoren für langfristige Geschäftswirkung, betriebliche Effizienz und das Potenzial der Belegschaft sein werden – allerdings nicht ohne bevorstehende Herausforderungen.
Technologieinvestitionen als Schlüssel für Geschäftserfolg
Um langfristige Geschäftsziele wie Qualitätsverbesserung, Kostenreduzierung, erhöhte Sicherheit, Cybersicherheit und Compliance zu erreichen, berichten Unternehmen, dass Investitionen in Technologie von überragender Bedeutung sind. Durch intelligente Technologien wie Generative KI sind Unternehmen in der Lage, Geschäftsergebnisse durch bessere Entscheidungsfindung, Qualitätskontrolle, Produktionsplanung und mehr zu verbessern. Allerdings nannten 41 % der Befragten in der Umfrage die Kosten als größtes Hindernis, gefolgt von der Einführung und Integration neuer Technologien.
Steigende Anforderungen an die Qualifikationen der Belegschaft
Inflation, wirtschaftliche Unsicherheit und Marktschwankungen bleiben zentrale Themen für Hersteller, doch in diesem Jahr haben Personalthemen die Cybersicherheit als wichtigstes Wachstumshemmnis abgelöst. In den Automotive, Tire and Battery Branchen stehen Unternehmen vor der Herausforderung, dass ausscheidende Experten jahrzehntelanges Wissen mitnehmen, während gleichzeitig neue, digital ausgerichtete Kompetenzen wie Data Science und KI benötigt werden.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie neue Technologien schneller einführen und Mitarbeitende mit den passenden Qualifikationen gewinnen. Im Bericht stimmen die Befragten überein, dass Soft Skills wie Kommunikation, analytisches Denken und Flexibilität weiterhin essenziell sind, und 77 % der Befragten geben an, dass Kenntnisse über neue Technologien bei der Rekrutierung der nächsten Generation von Arbeitskräften genauso wichtig geworden sind.
Nutzung von Daten für bessere Entscheidungsfindung
Hersteller benötigen Daten für die Qualitätsüberwachung, Produktionsplanung, Gewährleistung der Cybersicherheit und Prozessoptimierung, doch viele haben Schwierigkeiten, die vorhandenen Daten optimal zu nutzen. Derzeit nutzen nur 5 % der Befragten aus der Automobilbranche mehr als 75 % ihrer gesammelten Daten, während 37 % mehr als die Hälfte ihrer Daten verwenden. Mit der richtigen Technologie, den passenden Qualifikationen der Belegschaft und organisatorischen Prozessen können Automobil- und Reifenhersteller ungenutzte Daten einfach in praktische Verbesserungen im Fertigungsbereich umwandeln.
So nutzen Hersteller aktuell ihre Daten:
- Qualitätsüberwachung: 48 %
- KI/ML/GenAI-Anwendungen: 40 %
- Produktionsplanung: 37 %
- Prozessoptimierung: 36 %
- Cybersicherheit: 32 %
Überraschende Entwicklung durch KI
Eine der Erkenntnisse im Bericht, die sich von den Vorjahresdaten abhebt, ist die deutliche Veränderung im Automobil- und Reifensektor. Führungskräfte berichten, dass sie das Risiko bei der Einführung von KI geringer einschätzen, wobei das Vertrauen in KI-Technologie seit 2023 um 10 Punkte gestiegen ist, da sie erkennen, wie die Implementierung von KI einen Mehrwert für ihre Abläufe bringen kann, darunter:
- Unterstützung bei der Reduzierung von Fehlern, Produktionsanomalien und Ausfallzeit
- Senkung der Betriebskosten
- Steigerung der Effizienz und Produktionsflexibilität
- Förderung der Entwicklung der Belegschaft
Die drei wichtigsten KI-Anwendungen laut Umfrage sind Qualitätskontrolle (56 %), Prozessoptimierung (45 %) und Robotik (45 %).
Insgesamt wird erwartet, dass die Automobilbranche in den nächsten 12 Monaten bei Investitionen in Generative AI/Causal AI-Technologie andere Sektoren übertreffen wird, wobei 34 % der Hersteller Investitionen planen, verglichen mit einem Gesamtdurchschnitt von 31 %. Innerhalb von fünf Jahren steigt dieser Prozentsatz signifikant – 95 % der Befragten gaben an, dass sie entweder bereits in KI/ML und GenAI oder Causal AI investiert haben oder dies in den nächsten fünf Jahren planen.
Ausblick
Weitere geplante Investitionen umfassen Digital Thread (43 %), Robotic Process Automation (39 %), Digital Twins, Simulation/Emulation (39 %) und Wearables (36 %). Diese Technologien rangieren im Automobil- und Reifensektor zum zweiten Mal in Folge deutlich höher als im gesamten Fertigungsumfeld (32 %).
Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung der Anpassung an neue Technologien für Unternehmen, die kritische Herausforderungen bei Arbeitskräften und Produktivität lösen möchten. Smart Manufacturing Tools, KI, Automatisierung und Veränderungsmanagement werden entscheidend sein, um internen und externen Druck zu begegnen.
Fazit
Letztlich zeigen die Daten für 2025, dass Hersteller von Automobilen, Reifen und Batterien Smart Manufacturing und KI zunehmend als Chance für langfristiges Wachstum betrachten.
Ja, Herausforderungen bleiben – wirtschaftliche Unsicherheit, sich wandelnde Dynamik der Belegschaft und die Komplexität neuer Technologien. Doch dieser Sektor ist bereit, neu zu denken, was möglich ist, und die nächste Generation vernetzter, intelligenter und zukunftssicherer Betriebe aufzubauen.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen finden Sie im vollständigen Branchenbericht hier .