In einer zunehmend vernetzten Welt ist die digitale Transformation ein zwingender und dynamischer Prozess, aber auch eine häufige Quelle der Enttäuschung für Unternehmen, die nicht das gewünschte Entwicklungstempo erreicht haben. Die Reise der digitalen Transformation kann lang sein, variiert von Branche zu Branche und ist ohne echte Datentransparenz äußerst herausfordernd.
Viele Faktoren können dazu führen, dass die Ziele der digitalen Transformation nicht erreicht werden. Eines der wichtigsten Hindernisse sind die Daten – und damit die Sichtbarkeit. Daten stellen branchenübergreifend eine Herausforderung dar, und das gilt auch für die Umgestaltung komplexer globaler Lieferketten und das Verständnis von End-to-End-Produktreisen. Durch vernetzte Produkte mit einzigartigen digitalen Identitäten und Rückverfolgbarkeitstechnologie kann ein Aspekt der digitalen Transformation für die Lieferkette erreicht werden.
Vernetzte Produkte: Digitale Transformation für die Lieferkette dreht sich um Sichtbarkeit
Vernetzte Produkte, die mit eindeutigen digitalen Identitäten rückverfolgbar gemacht werden, bieten die Möglichkeit, einen beispiellosen Einblick in die gesamte Wertschöpfungskette eines Produkts zu gewinnen. Die Nutzung von Produktdaten vom Beginn bis zum Ende der Reise ermöglicht es, die Kundenerfahrung zu verbessern, Abweichungen und Fälschungen zu beheben und Nachhaltigkeitsinitiativen zu unterstützen. Serialisierung und Rückverfolgbarkeitstechnologie macht dies möglich und ermöglicht eine umfassendere Sichtbarkeit der gesamten Lieferkette.
Sichtbarkeit ist das Herzstück dessen, was Rückverfolgbarkeits- und Serialisierungslösungen bieten. Und ja, Lieferkettensichtbarkeit ist nach wie vor ein erhebliches Problem für viele Unternehmen, was die bereits nicht linearen Lieferketten noch undurchsichtiger macht. Laut dem Consumer Trust in Social Responsibility Communications: The Role of Supply Chain Visibility report hatten 54 % der von den Forschern befragten Unternehmen überhaupt keine Sichtbarkeit in ihrer Lieferkette. Das muss sich ändern. Die Notwendigkeit, neue Transparenz- und Nachhaltigkeitsvorschriften einzuhalten, wird Unternehmen zwingen, die Gänge zu wechseln und Technologien einzuführen, die die Sichtbarkeit unterstützen. Es beginnt mit einer erhöhten Transparenz für Compliance-Zwecke, kann aber auch genutzt werden, um nachhaltigere Lieferkettenabläufe, messbare Umweltbelastung und CO₂-Fußabdrücke zu schaffen, Geschäftsmodelle zu ändern, um eine zirkulärere Wirtschaft zu etablieren, eine bessere Ressourceneffizienz zu praktizieren und so weiter.
Die Kombination aus gesetzlichen Vorgaben, dem Bedarf an nachhaltigeren und effizienteren Geschäftspraktiken und der Verbrauchernachfrage wird eine größere Transparenz und Rechenschaftspflicht erfordern. Marken prüfen die Digitalisierung und Rückverfolgbarkeit in Form von vernetzten Produkten als Lösung, um Folgendes zu erreichen:
- Transparenz und Sichtbarkeit in Lieferketten, Rohstoff und Fertigprodukt
- Verbesserungspotenzial für Produkt, Markteinführungsstrategien, Innovation und engagement und Kundenbindung
- Vertrauen mit überprüfbaren Nachhaltigkeit Anmeldeinformationen
- Robustere, zirkuläre Modelle für mehr Effizienz
Digitale Transformation treibt Veränderungen in den Lieferkettenstrategien voran
Compliance wird zwar immer ein wichtiger Faktor sein, da sie obligatorisch ist, doch Nachhaltigkeitsziele treiben die digitale Transformation in der Lieferkette weiter voran. In vielen Unternehmen ist dieser Wandel bereits im Gange, während viele andere die Transformation in ihre kurzfristigen Strategien aufgenommen haben. Zum Beispiel ergab eine 2022 von Forrester Consulting durchgeführte und von Rockwell Automation in Auftrag gegebene Studie, dass 57 % der Befragten Initiativen zur Abfallreduzierung in der Lieferkette umsetzen oder ausbauen. 54 % gaben an, dass ihre Unternehmen von den Lieferanten heute digitale Berichte zu ESG-Kennzahlen verlangen, und weitere 20 % planen dies in den nächsten 12 Monaten.
Serialisierungsgetriebene Rückverfolgbarkeit
All dies ist ohne eine klare, wertschöpfende digitale Transformationsstrategie, die Rückverfolgbarkeit integriert, um eine klare Sichtbarkeit in den Lieferketten zu gewährleisten und eine Möglichkeit zu bieten, Daten von einzigartigen Produkten auf jedem Schritt ihres Weges durch die Lieferkette zu verknüpfen, nicht möglich.
Die 2022 von Forrester Consulting im Auftrag von Rockwell Automation durchgeführte Studie ergab, dass die Prioritäten der digitalen Transformation von Unternehmen mit diesen Anforderungen und den allgemeinen Geschäftsprioritäten übereinstimmen. Die Befragten gaben an, dass die Umsetzung von Nachhaltigkeitsinitiativen für die Lieferkette neben der Sichtbarkeit bei der Beschaffung und Rückverfolgbarkeit von Rohstoff und Produkt eine der wichtigsten Prioritäten ist.
Zu den wichtigsten Prioritäten der digitalen Transformation gehören laut den Ergebnissen von Forrester Consulting mehrere miteinander verbundene Imperative:
- Serialisierungs- und Rückverfolgbarkeitsdaten für Kunden besser zugänglich machen (60 % der Befragten)
- Rückverfolgbarkeit für Produkt insgesamt verbessern (58 %)
- Mehr Produktserialisierung einführen, um Rückverfolgbarkeit zu unterstützen (48 %)