Betrachten Sie Energie nicht mehr als Fixkosten

Betrachten Sie Energie nicht mehr als Fixkosten

Die Investitionen im Sektor der erneuerbaren Energien haben sich zwischen 2004 und 2012 weltweit fast verfünffacht von 54 Milliarden US$ auf 269 Milliarden US$.

In der gesamten Branche wird derzeit die Verbesserung der Energieeffizienz durch fortschrittliche Fertigungstechnologie vorangetrieben; dazu gehören beispielsweise energiebewusste Steuerungssysteme, die den Energieverbrauch von Herstellungsprozessen erfassen und anzeigen können. Diese Entwicklung findet nicht einen Moment zu früh statt, wie ich meine.

Mit moderner Fertigung, auf Englisch „Advanced Manufacturing“, können Betriebe ihre Energiekosten den Rohstoffkosten bzw. der Stückliste zurechnen. Das ist eine gute Strategie, weil die eingesetzte Energie bei der Produktion genau so bedeutend ist wie die Rohstoffe – das Kupfer, Metallblech, die Schrauben und Muttern, Kunststoffe und Chemikalien –, die in diese Produkte eingehen.

Vor einem Jahrzehnt war das nicht möglich. Die Kommunikation in der Fertigungsindustrie glich in vielen Aspekten den Vereinten Nationen, wo jeder Beteiligte eine andere Sprache spricht. Man kann nichts erreichen, solange man nicht eine gemeinsame Art der Kommunikation findet.

Das gilt ebenso für die Fertigungsbranche. Das Steuerungssystem und die Maschinen müssen kommunizieren und Informationen austauschen, um schneller, intelligenter und effizienter zu arbeiten.

Das ist das Konzept hinter dem Begriff „Connected Enterprise“, das die Automatisierung in den restlichen Betrieb integriert. Und wenn ich integriert sage, dann meine ich alles: Lieferkettendaten, Kundendaten und natürlich auch Energiedaten.

Das ganze Konzept des Energie-Managements über die Stückliste ist möglich, weil die Technologie so weit fortgeschritten ist, dass wir nun detaillierte Informationen über den Energieverbrauch erfassen können, ohne neue Stromzähler hinzufügen zu müssen.

Stellen Sie sich diesen Fortschritt in Bezug auf Ihr eigenes Heim vor. Heute bekommen Sie die Stromrechnung für Ihr Haus in zusammengefasster Form und haben keine Vorstellung, wie viel Energie Ihre Waschmaschine oder Ihr Kühlschrank verbraucht. Alles ist Teil einer großen Gesamtrechnung und Sie bezahlen diese Rechnung Monat für Monat.

In vielen Produktionswerken läuft das genau so, aber in viel größerem Umfang. Mit „Advanced Manufacturing“ und neuer Technologie, die wir ständig verbessern und standardisieren, können Sie jetzt die Energie auf Maschinen- und Geräteebene messen, damit Sie wissen, wie viel jede einzelne Maschine verbraucht.

Was tut man dann mit diesen Informationen? Wenn Sie die Daten detailliert und in Echtzeit erfassen, können Sie mit dem so genannten „Smart-Grid“, dem intelligenten Stromnetz, in Verhandlungen treten. Sie haben direkt von Ihrem iPad oder Tablet Einblick in Ihren Energieverbrauch und können auf diese Weise die Energietarife für die nächsten 24 Stunden ablesen und die Betriebsabläufe so planen, dass Sie in Spitzenzeiten weniger Energie benötigen.

Wenn Sie als großer Energiekonsument über die richtigen Informationen verfügen, können Sie durch Steuerung dieser Fluktuationen zu Ihrem Vorteil zum Jahresende Beträge in Millionenhöhe einsparen.

Allein in den USA entspricht eine 10-prozentige Energiereduzierung Einsparungen in Höhe von 6 Milliarden US$. Solche Dinge sind mit intelligenter Fertigung möglich. Die Voraussetzungen dafür schaffen wir durch bessere Technologie, konstante Innovation, aktualisierte Standards und die  „Connected Enterprise“.

Fazit: Viele Hersteller betrachten Energie als Geschäftskosten. Das muss sich ändern. Wenn man Energie als Posten auf der Stückliste betrachtet, dann ist sie kein reines Kostenelement. Unternehmen verhandeln laufend die Kosten für Rohstoffe. Mit modernen Fertigungslösungen und aktivem Energie-Management können sie nun beginnen, den Energieverbrauch dynamisch zu optimieren und diese Kosten zu verringern, anstatt sie als Fixkosten zu behandeln.

Stellen Sie sich nur vor, was Sie mit all den Geld- und Energieersparnissen tun könnten!

Hier finden Sie weitere Informationen über „Connected Enterprise“.

Mary Burgoon
Gepostet 20 Januar 2016 Von Mary Burgoon, Market Development Manager, CPG Industry, Rockwell Automation

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