Verbindung zu Fertigungsanlagen über Mobilgeräte

Verbindung zu Fertigungsanlagen über Mobilgeräte

Vor kurzem hat man mich um eine Stellungnahme zu den Vorteilen und Einschränkungen bei der Verwendung von Mobilgerätetechnologie in Prozess-/Werksumgebungen gebeten. Dabei sollte ich das Thema Sicherheit und Anlagenschutz berücksichtigen und näher darauf eingehen, für welche Anwendungen sich eine solche Integration am besten eignen würde und warum. Meine Ausführungen hierzu wurden in einen Artikel im amerikanischen Control Engineering Magazine aufgenommen.

Möchte man handelsübliche Mobilgeräte (Tablets, Smartphones usw.) in einer Industrieumgebung einsetzen, um zum Beispiel kleine, eigenständige Anlagenteile zu steuern oder Informationen abzurufen, so muss man stets auch deren Auswirkungen auf die Sicherheit in Betracht ziehen. Jeder weiß, dass selbst das zuverlässigste Mobilgerät gelegentlich in unvorhersehbarer Weise reagieren kann. Wenn dann auch noch Maschinen beteiligt sind, kommt ein weiterer Faktor hinzu und man kann sich gut vorstellen, welche unerwünschten und sogar gefährlichen Folgen das haben kann.

Sicherlich sind bzw. waren es bis vor kurzem vor allem die Implementierungskosten, die der Einführung dieser Technologie im Wege standen. Meist wurde sie nur für den Einsatz in größeren Bestandteilen einer Anlage erwogen, die erwartungsgemäß störanfälliger sind (Schäden oder Produktionsausfall), was sich sowohl auf die Kosten als auch auf die technische Ausstattung selbst auswirkt.

Da jedoch die Kosten für die Einbindung von Mobilgeräten in SPS-Umgebungen inzwischen gesunken sind, sollte man nun ernsthaft in Betracht ziehen, ein Smartphone zur Steuerung kleiner, eigenständiger Anlagenteile sowie zum Abruf von Informationen zu verwenden. Dadurch kann die Störanfälligkeit erheblich reduziert, wenn nicht sogar eliminiert werden. Sobald man nicht persönlich vor Ort ist, kann man so relativ problemlos via Handy den Füllstand und die Verfügbarkeit eines Getränkeautomaten oder einer Abfallpresse abfragen, oder sich per SMS über den Geschäftsumsatz informieren. Derartige mobile Anwendungen beinhalten ein hohes Kosteneinsparpotential und wirken sich auch positiv auf die Umwelt aus, ganz zu schweigen davon, dass sie wirklich bequem zu nutzen sind.

Für einen OEM oder Anlagenbauer, der in seinem Produkt eine kleine SPS verwendet, spricht kaum noch etwas gegen eine Verwendung dieser Technologie in seinen Anlagen – denn letztlich kann dies sowohl für den Hersteller selbst (Ferndiagnose/-wartung) als auch für seine Endkunden von Vorteil sein.

Ian Harwood
Gepostet 28 März 2016 Von Ian Harwood, Business Leader, UK & Ireland, Industrial Components & Small Controllers, Rockwell Automation
  • Kontakt:

Neuesten Nachrichten

Rockwell Automation und seine Partner bieten Ihnen herausragendes Know-how, um das Design, die Implementierung und den Support Ihrer Automatisierungsinvestitionen zu unterstützen.

Anmelden

Registrieren Sie sich über folgenden Link um automatisch über aktuelle Ausgaben der Automation Today per E-Mail informiert zu werden.