Ohne Analyse kein Top-Resultat

Ohne Analyse kein Top-Resultat

Echtzeitdaten sind wahre Schätze, die oftmals unter ihrem eigentlichen Wert gehandelt werden. Schade, denn clever genutzt führen sie Unternehmen nahezu vollautomatisch an die „Tabellenspitze“.

Leben bedeutet ständige Veränderung. Das wissen wir alle. Und ein technologischer Wandel ist an sich auch nichts Neues. Dennoch scheint uns die digitale Transformation, zumindest teilweise, auf dem linken Fuß erwischt zu haben. Sind wir schnell genug auf diesen Zug aufgesprungen? Können wir noch aufholen, was uns andere vielleicht schon voraushaben? Wo macht Digitalisierung wirklich Sinn? An welchen produktivitätssteigernden Schrauben sollten wir als erstes drehen? Diese und ähnliche Fragen kommen mir immer wieder zu Ohren, wenn ich mit Kunden über notwendige Weichenstellungen für die Zukunft spreche. Kein Wunder, denn der globale Marktdruck auf die Unternehmen steigt kontinuierlich: Die Innovationszyklen werden immer kürzer und wer mit seinen Neuentwicklungen nicht flott genug durchstartet, droht innerhalb kürzester Zeit aus der Pole-Position verdrängt und überholt zu werden. Die Time-to-Market sollte demnach möglichst knapp bemessen sein. Trotzdem muss aber die Qualität der präsentierten Lösung bis ins letzte Detail stimmen. Schließlich ist gut genug schnell einmal zu wenig in einer zunehmend von Null-Fehler-Initiativen dominierten Produktionswelt.

Mehr Datentransparenz bringt‘s

In einer aktuellen McKinsey-Studie hoben 74 % der befragten Entscheider vor allem das ungeheure Tempo hervor, mit der sich das Rad der Veränderung derzeit dreht. Sie sprachen sogar von einer noch nie da gewesenen Geschwindigkeit. Eine weitere Annahme, die eine breite Mehrheit (85 %) bestätigte: Dass technologische Durchbrüche wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und datenbasierte Geschäftsmodelle Unternehmen komplett verändern werden. Gleichzeitig gaben einige von ihnen aber auch zu, dass sie sich nicht ideal auf diesen Wandel vorbereitet fühlen. Teilweise herrscht nämlich allen medialen Berichterstattungen und großangelegten Informationskampagnen zum Trotz immer noch eine gewisse Unsicherheit: Wie sollen wir es angehen, welche Strategie sollen wir verfolgen, innerhalb welchen Zeitraums muss das Ganze über die Bühne gehen?

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Da wir als Rockwell Automation vor gar nicht allzu langer Zeit selbst diesen Transformationspfad weg von mehreren, kommunikationstechnisch voneinander abgeschotteten Produktionsstandorten hin zu einem intelligent verknüpften Connnected Enterprise beschritten, weiß ich mittlerweile eines ganz genau: Es zahlt sich definitiv aus, den digitalen Weg zu beschreiten, auch wenn dieser anfangs extrem aufwändig und mühsam erscheinen mag. Mit einem kompetenten Realisierungspartner an der Hand sind etwaige Einstiegsbarrieren bei der Umsetzung eines Pilotprojekts rasch überwunden und es folgen schon bald erste Einblicke in aussichtsreiche Gefilde. Weil eines steht fest: Datentransparenz bringt‘s! Vor allem Echtzeitdaten verraten in die „richtigen“ Zusammenhänge gebracht oftmals weitaus mehr als man ihnen auf den ersten Blick zutrauen würde. In unserem Fall führte das FactoryTalk-gestützte Heben brachliegender Erkenntnisschätze u. a. zu einer jährlichen Produktivitätssteigerung von ca. fünf Prozent über einen Zeitraum von 6 Jahren und einer spürbar besseren Liefertreue bei einem erheblich geringeren Lagerbestand.

Digitalisierung ist ein Prozess

Echtzeitdaten zu generieren bzw. zu erfassen ist gut, diese bestmöglich zu nutzen allerdings um einiges besser. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel gilt nämlich nicht nur im Fußball. Wer langfristig in der Champions League an vorderster Front mit dabei sein will, muss kontinuierlich an sich arbeiten. Das bedeutet: Analysieren, optimieren und stetig weiter voranschreiten. Digitalisierung gelingt nicht von heute auf morgen. Das Ganze ist ein Prozess, der am besten mit einem überschaubaren Teilprojekt begonnen und dann Step-by-Step weitergeführt wird.

Und noch ein Aspekt darf nicht ausser Acht gelassen werden: Technologischer Fortschritt ist eine Geschichte, die niemals endet. Es kommt ja permanent Neues nach. Insofern gehe ich davon aus, dass uns auch die Digitalisierung über viele Jahre hinweg ein treuer Begleiter sein wird. Einer, der uns den wahren Wert von Daten in unterschiedlichster Art und Weise vor Augen führen wird. Momentan fristet das Thema „Analytics“ in vielen Unternehmen noch ein Schattendasein. Vielfach weiß man zwar um die Potenziale, die in Maschinensteuerungen und anderen gut vernetzten, intelligenten Devices schlummern, beschränkt sich aber dennoch aufs Visualisieren. Eigentlich schade, wie ich finde. Denn mittlerweile gibt es sehr gute Software-Tools, mit denen sich auf Knopfdruck wegweisende Schlüsse aus dem vorhandenen Datenkonvolut ziehen ließen.

„Ohne Analyse kein Top-Resultat“, lautete mein Eingangs-Statement zu diesem Blog-Beitrag. Eine Hypothese, deren Gültigkeit jedes Unternehmen an sich selbst überprüfen kann. Nutzen wir doch die Rechengeschwindigkeit moderner Computer, die Kombinationsfähigkeit intelligenter Algorithmen und die Aussagekraft maßgeschneiderter Analysen, um noch produktiver und besser zu werden. Also worauf warten? Let´s go digital! Wir unterstützen bzw. beraten Sie gerne dabei.

Besuchen Sie uns auf der SPS IPC Drives, wo wir innovative Lösungen für den Weg in eine digitale Produktion zeigen.

Roger Hunziker
Gepostet 8 Oktober 2018 Von Roger Hunziker, Country Sales Director, Rockwell Automation Switzerland
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