My Generation! Kompetenzen für die IIoT-Einführung

My Generation! Kompetenzen für die IIoT-Einführung

Etwa zu der Zeit, als ich geboren wurde, stellte Gordon Moore eine Regel bezüglich der Anzahl von Transistoren auf integrierten Schaltkreisen auf. Sicherlich kennen Sie das Mooresche Gesetz, mit dem die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts in vielen verschiedenen Bereichen seitdem erklärt wird.

Diese Beobachtung lässt sich ganz allgemein auch auf meine technische Ausbildung im Bereich der Automatisierungstechnik Mitte der 1980er Jahre übertragen, die sich grundlegend davon unterscheidet, was Studierende heute im Jahr 2018 lernen. Natürlich erhielt ich durch meine Ausbildung die perfekte Grundlage für meine berufliche Karriere, während der ich mit jeder Produktentwicklung dazulernte und in einigen der weltweit besten Unternehmen für Automatisierungs- und Industriesoftware tätig war.

Das wirklich Besondere an meiner Generation ist, dass wir all diese mit dem Mooreschen Gesetz einhergehenden Veränderungen erlebt haben. Wir vollziehen daher den Übergang ins digitale Zeitalter vor dem Hintergrund prädigitaler Technologien und Konzepte und haben gleichzeitig klare Vorstellungen von der digitalen Zukunft. Wir sind, wie bereits erwähnt, die erste Generation, die nicht nur von der Generation vor uns gelernt hat, sondern auch von der Generation der „Digital Natives“ nach uns lernt.

Diese menschliche Seite der IIoT-Entwicklung sollte meiner Ansicht nach nicht unterschätzt werden. Vor kurzem hatte ich das große Vergnügen, in meiner Position als EMEA Chairman of Manufacturing Enterprise Solutions Association (MESA) eine Rede anlässlich des European Manufacturing Summit 2017 zu halten. In meiner Rede ging es vor allem um die Smart Manufacturing-Initiative und wie diese die Vorstellungen in der Fertigung verändert. Gipfeltreffen wie dieses sind wichtige Instrumente, um die Prinzipien der Entwicklung des Industrial Internet of Things (IIoT) zu erläutern – beispielsweise ist es großartig, was uns der Toyota-Weg (ist es nicht unglaublich, dass es 16 Jahre her ist, dass wir erstmals von diesem Konzept gehört haben?) auch heute noch zu einem strategischen Fertigungsansatz lehren kann.

Blog: Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg eines Connected Enterprise

Die beiden Hauptsäulen des Toyota-Wegs lauten natürlich kontinuierliche Verbesserung und Respekt vor den Menschen. Und schon sind wir wieder beim Thema Mensch – und dieser Grundstein einer großen Erfolgsgeschichte hat mein Denken in der letzten Zeit besonders geprägt.

Man ist verleitet, im Zusammenhang mit dem IIoT nur an Technologie zu denken – schließlich steht das T für „Things“, also Dinge. Wenn ich jedoch mit Führungskräften spreche, die vor der Aufgabe stehen, die IIoT-Zukunft zu gestalten, ranken sich die Gespräche häufig nicht um Technologie. Manchmal geht es um Sicherheit, manchmal um Normen, dann wieder um Investitionen, aber fast immer sind Menschen ein großes Thema.

Die IIoT-Technologie wird unbestreitbar Einzug halten. Um aber einen erfolgreichen Übergang zu erreichen, müssen wir auch in die Menschen investieren.

Die Realisierung dieser Vision beginnt möglicherweise bei der Sicherheit, setzt sich dann mit Netzwerken und anschließend mit Prozessen fort. Doch werden auch Ihre Mitarbeiter auf die Umstellung vorbereitet, die mit diesem Konzept verbunden ist, und entsprechend motiviert? Wie binden Sie sie in diesem Prozess ein? Woher bekommen Sie die externen Kompetenzen und Partnerschaften, die Sie benötigen, um erfolgreich zu sein?

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Auf der Umsetzungsebene sehe ich Ingenieure wie mich. Meine Generation. Diese besondere Generation, die von der Generation davor lernte und nun von der Generation danach lernen muss. Das Wissen meiner Generation optimal zu nutzen, ist ein Grundstein für die Erschließung der IIoT-Zukunft in jedem Industrieunternehmen. Bei Rockwell Automation konnten wir große Erfolge mit wechselseitigen Lernstrategien erzielen, bei denen junge Absolventen mit erfahrenen Betriebsingenieuren zusammenarbeiten. Diese Kombination kann zu äußerst innovativen Problemlösungen führen.

Allen, die den IIoT-Weg beschreiten oder die Umsetzung von IIoT-Strategien beschleunigen wollen, möchte ich Folgendes raten: Betrachten Sie Ihre Vision ganzheitlich, stellen Sie sicher, dass Sie Ihre wichtigste Ressource, Ihre Mitarbeiter, in den Mittelpunkt der Umsetzungspläne stellen und bemühen Sie sich um Partnerschaften, durch die Ihre Mitarbeiter und damit Ihr Unternehmen sich anpassen und wachsen können. Wir dürfen nicht aufhören, von erfolgreichen Ansätzen wie dem Toyota-Weg zu lernen, insbesondere da für die sich verstärkenden Auswirkungen des Mooreschen Gesetzes auf die Technologie grundsätzlich Menschen für die praktische Problemlösungen benötigt werden.

Uwe Kueppers
Gepostet 31 Januar 2018 Von Uwe Kueppers, Information Solutions Sales Executive, Rockwell Automation

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