Der Einfluss von Standards auf Smart Manufacturing

Der Einfluss von Standards auf Smart Manufacturing

Smart Manufacturing hat viele unterschiedliche Namen: Manufacturing USA (USA), Industrie 4.0 (Deutschland), China 2025 (China) oder Industrie du Futur (Frankreich). Großbritannien, Schweden, Japan, Korea und Indien verfolgen ebenfalls ihre eigenen landesspezifischen Ansätze.

Welche Ziele haben alle gemeinsam?

  • Eine Grundlage für Smart Manufacturing zu schaffen
  • Die Chancen der Digitalisierung zu nutzen um Investitionskosten zu senken, Produkteinführungszeiten zu verkürzen, Lagerbestände zu reduzieren und Produktivität zu steigern
  • Vorhandene Standards zu erweitern, um die Vision zu realisieren

Dabei zielt dieser letzte Punkt nicht darauf ab neue Standards zu schaffen, sondern bestehende Standards bestmöglich zu nutzen und anzuwenden.

Dies bedeutet, dass die Grundlagenarbeit für Smart Manufacturing, Industrie 4.0 und andere Initiativen von Verbänden bzw. Organisationen wie IEC, ISO, ISA, IEEE und die OPC Foundation geleistet wird.

Das Bewusstsein um die eigene Vorreiterrolle ist gerade jetzt wichtig, da sich Vordenker auf das G20-Treffen für Digital Economy im März vorbereiten. Dieses internationale Forum für die Regierungen der 20 bedeutendsten Wirtschaftsnationen bietet einen Raum für Diskussionen hochrangiger Vertreter zu politischen Themen unter anderem im Zusammenhang mit dem Weltwirtschaftswachstum.

Digitale Technologie als Punkt der Tagesordnung.

Länder und Unternehmen auf der ganzen Welt sind daran interessiert, Digitalisierungsstrategien umzusetzen, da dies den Aktionsraum für kleinere Unternehmen erweitert. Diese werden dann dieselben Vorteile genießen können wie größere Unternehmen und global wettbewerbsfähig und relevant bleiben.

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Smart Manufacturing oder Industrie 4.0. Nicht der Name zählt, sondern der Weg dorthin. Standards werden immer wichtiger im Zusammenhang mit der Digitalisierung.

Was das bedeutet

Wenn Sie sich die Initiativen einzelner Länder anschauen, haben Sie nur ein bedingt aussagefähiges Bild von der globalen Bewegung. Um die globalen Auswirkungen zu verstehen, müssen Sie sich die globalen Standards ansehen.

Es ist also nicht der Name der Initiative, der Aufschluss über die Arbeit gibt, sondern es sind die Standards hinter dieser Initiative, die ausschlaggebend sind.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um zu beginnen

Unternehmen, die weiterhin zögern, Smart Manufacturing umzusetzen, weil sie auf neue Standards warten, empfehle ich: Starten Sie jetzt - es gibt keinen Grund zu warten.

Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Standards für das industrielle Internet der Dinge (IIdD) (I4.0) einen Optimalzustand erreichen, bei dem Daten nahtlos zwischen Anwendungen und Geräten unterschiedlicher Hersteller fließen. Anstatt dies aber als Grund zum Zögern zu sehen, sehe ich es als Grund sofort zu starten.

Die Industrie passt sich nur langsam neuen Technologien an. Dies liegt vor allem daran, dass der Ersatz vorhandener Anlagen mit neuen Smart Manufacturing-Versionen Jahrzehnte dauern kann. Der Übergang sollte in Phasen stattfinden.

Smart Manufacturing ist keine Momentaufnahme. Ein gute Strategie berücksichtigt, wie mit aktuellen Standards zum aktuellen Zeitpunkt wichtige Veränderungen erleichtert – und künftige Entwicklungen gefördert – werden können.

Warum dies eine Rolle spielt

The Connected Enterprise nutzt internationale Standards, die Smart Manufacturing heute definieren. Nationale Initiativen und Industriekonsortien werden überwacht und so erweitert, dass The Connected Enterprise neu aufkommende internationale Standards optimal ausschöpft.

Das ist wichtig, wenn wir über einen weiteren Aspekt von Smart Manufacturing sprechen: Geschwindigkeit.

Geschwindigkeit stellt für jeden eine Herausforderung dar. Internationale Standards, die auf Produktionssysteme abzielen, sind ausgereift und es kann einige Jahre dauern, bis sie sich weiterentwickeln. In der Informationstechnik rechnen wir eher in Monaten. Ebenso wie bei den Apps auf Ihrem Smartphone gibt es immer etwas Neues. Bis ein Standard dafür entwickelt werden kann, gibt es schon wieder etwas Neueres.

Blog: Wie schnell muss man sich auf neue Technologien einstellen? Eine Sache von Prioritäten!

Ständiger Wandel

Initiativen müssen flexibel genug sein, um aufkommende Trends und Technologien berücksichtigen zu können.

Im Moment ist dies nicht der Fall. Industrie 4.0 plant beispielsweise die Veröffentlichung jährlicher Updates zu ihren Schnittstellen und relevanten Standards. Es sind jedoch wahrscheinlich noch fünf Jahre bis zur Beschreibung der Anforderungen für konforme Produkte. Mir erscheint das nicht realistisch, denn wir wissen nicht, wie unsere IT- und OT-Landschaft in einem Jahr und noch weniger in fünf Jahren aussehen wird. Es gibt Anwendungen im IT-Bereich, die sich innerhalb von fünf Jahren weiterentwickeln, an Akzeptanz gewinnen und sich durchsetzen werden.

Es zahlt sich aus, kontinuierlich nach Verbesserungen zu suchen und diese umzusetzen. Das Ziel besteht darin, Standards, Apps und Services zu durchsuchen, um die passende Lösung für den jeweiligen Zeitpunkt zu finden und diese kontinuierlich mittels einer Kosten-Nutzen-Analyse zu bewerten. So können Sie bestimmen, wo Sie den größten Nutzen für die Fertigung erzielen können – und die nächste Gelegenheit zur Verbesserung ausfindig machen.

Vorteile nutzen

In den letzten Jahren habe ich beobachtet, wie die Industrie in bisher ungeahntem Maße Rechenleistung, Mobilität und Visualisierung nutzt. Wir können mittlerweile jede Information bekommen, die wir benötigen, von jedem Ort und zu jeder Zeit.

Standardisierung arbeitet hinter den Kulissen, und wir setzen die Abstimmung von The Connected Enterprise mit den Standards fort, um für Sie Smart Manufacturing in welcher Form auch immer nutzbar zu machen: Manufacturing USA, Industrie 4.0, China 2025 oder Industrie du Futur.

Dave Vasko
Gepostet 3 April 2017 Von Dave Vasko, Director of Advanced Technology, Rockwell Automation

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