So können Hersteller Daten optimal nutzen

So können Hersteller Daten optimal nutzen

Für moderne Hersteller sind Daten ebenso wichtig wie Lieferketten und Industriemaschinen. Daten sind jedoch erst nach einer geeigneten Analyse hilfreich – und können dann für neue Effizienzen, Dienste und Geschäftsmodelle eingesetzt werden. Digitaler Wandel – eine Änderung in Bezug auf Technologie und Organisation – ermöglicht die Flexibilität, die Hersteller für ihre effektive Wettbewerbsfähigkeit benötigen.

Vor Kurzem hatte ich in einem Podcast mit Scott Lapcewich (Vice President and General Manager für Customer Support and Maintenance bei Rockwell Automation) das Vergnügen, über die verschiedenen Ansätze von Herstellern für den digitalen Wandel zu sprechen.

Nachfolgend sind ein paar Schwerpunkte unseres Gesprächs aufgeführt. (Hinweis: Die Mitschrift wurde aufgrund von Platzbeschränkungen bearbeitet.)

Wo setzen erfolgreiche Hersteller beim digitalen Wandel an?

Scott Lapcewich und ich waren uns schnell einig, dass es wichtig ist, sich bei der Planung für die Digitalisierung zunächst auf das Wesentliche zu fokussieren – man braucht einen richtigen Plan! Viele unserer Kunden sind begeistert von den Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt. Wir bestärken sie, darüber nachzudenken, inwiefern ihre Fertigungsprozesse zu ihren allgemeinen Geschäftszielen passen.

Scott Lapcewich wies auf einige zusätzliche Überlegungen hin, die nach der Planung zu beachten sind:

  • Im Plan sollten die hinsichtlich Infrastruktur und Modernisierung erforderlichen Investitionen enthalten sein.
  • Sobald die Vernetzung und Integration Ihrer Anlagen abgeschlossen ist, können Ihre Daten über eine Unternehmenssoftware erfasst werden. In den Anlagen von Rockwell Automation haben wir diesen Schritt bereits vollzogen und nutzen die Daten, um die Leistung und Qualität zu verbessern.
  • Schließlich empfehlen wir noch, Ihre Fertigungsprozesse in das Front-End und Back-End Ihres Unternehmens zu integrieren. Unterstützen Sie Ihre Kunden und Lieferanten, um mit der Optimierung von Reaktionsfähigkeit, Lagerbestand und Produktion zu beginnen.

Wichtig sind Daten. Aus meiner Erfahrung bei der Zusammenarbeit mit Kunden und auch Kollegen kann ich sagen, dass Daten erschlagend sein können. Dabei geht es ebenso um die reine Datenmenge wie um die Datenanalyse. Denn Daten zu erfassen, ohne die Daten anschließend zu analysieren, bringt niemandem etwas. In Kombination sind Sensor und Daten leistungsstark.

Welchen Ratschlag geben Sie Herstellern bezüglich einer Leistungsoptimierung?

Wie ich bereits erwähnt habe, müssen zuerst die vorhandenen Daten analysiert werden. Erst danach kann entsprechend gehandelt werden. Der erste Blick ist im ersten Moment eventuell abschreckend. Denn wenn keine Daten über Probleme vorhanden sind, muss man sich nicht damit beschäftigen.

Die Anzahl der auf den Markt kommenden Sensoren ist beachtlich. Einige Studien gehen von 20 Milliarden Sensoren in den nächsten fünf Jahren aus, andere von 40 oder 50 Milliarden. Auf die Anzahl kommt es aber nicht an. Diese Sensoren liefern riesige Datenmengen. Wir müssen darüber sprechen, woher die Daten stammen, was wir mit ihnen anstellen, wie wir sie verarbeiten und von wo aus wir sie betrachten. Unsere Kunden müssen auch verstehen, wie sie Daten bereits nutzen bzw. noch nicht nutzen und welche Erkenntnisse sie aus diesen Informationen ziehen können.

Scott Lapcewich nannte einige Beispiele für das Vorgehen von Rockwell Automation, um die Integrität verschiedener Ressourcen zu überprüfen und automatisierte Diagnoseinformationen zu den Vorgängen im Fertigungsbereich zu generieren. Durch die Integration automatisierter Analysen in die speicherprogrammierbaren Steuerungen und Unternehmenssoftware von Rockwell Automation können Kunden Informationen aus den Maschinen abrufen.

In unserem Gespräch ging es auch um die Möglichkeit, Datentrends zu analysieren und Leistungsrichtwerte zu überwachen, damit Kunden bestimmte Maßnahmen für ihre Betriebsvorgänge umsetzen können. Zur Verbesserung der Qualität können beispielsweise langfristige Datentrends eingesehen werden. Dadurch können die Faktoren ermittelt werden, die mit der Zeit zu einer Qualitätsminderung führen können.

Wie kann Datenkontrolle umgesetzt werden?

Die Hersteller berichten stets, dass sie zwar über Daten und Dashboards verfügen, die empfangenen Alarme jedoch aufgrund des Datenvolumens und mangelnder Erfahrung nicht optimal nutzen können. Für den Fall eines Alarms wünschen sie sich integrierte Workflows, die den Alarm an interne oder externe Experten weiterleiten.

Ich habe Scott Lapcewich gefragt, ob Rockwell Automation an Möglichkeiten arbeitet, Alarme von Geräten an geschultes Personal weiterzuleiten, damit Kunden diese an Automatisierungsanbieter übertragen können.

Es stellt sich heraus, dass dies nicht so einfach ist, wie es klingt. Er führte aus, dass die Herausforderung in der Menge an Alarmen liegt, die täglich bei Prozesslinien ausgelöst wird. Nur manche davon sind von Bedeutung. Um eine entsprechende Dienstleistungsvereinbarung mit Kunden abschließen zu können, ist eine umfangreiche Zusammenarbeit notwendig. Dabei muss ermittelt werden, wofür die Prozesslinie genutzt wird, welche wichtigen Variablen und Trends vorhanden sind und wie diese auf mögliche Probleme überwacht werden können. Anschließend können die Sensoren und Überwachungsfunktionen eingerichtet werden, um zu ermitteln, welche Kombinationen aus Ereignissen und Alarmen auf einen möglichen Fehler hinweisen, der auftreten könnte oder bereits aufgetreten ist.

Rockwell Automation bietet tatsächlich den Service an, Alarme an das Support-Center weiterzuleiten. Dort werden diese rund um die Uhr entgegengenommen. Außerdem können Alarme direkt an Experten für bestimmte Arbeitsgebiete – unabhängig von deren Aufenthaltsort – zur dezentralen Fehlerbehebung weitergeleitet werden.

Das sind einige wesentliche Punkte aus unserem Gespräch. Hören Sie hier den vollständigen Podcast. SlideShare bietet darüber hinaus weitere nützliche Informationen.

 

Doug Bellin
Gepostet 27 Dezember 2016 Von Doug Bellin, Global Senior Manager, Manufacturing and Energy, Cisco

Neuesten Nachrichten

Rockwell Automation und seine Partner bieten Ihnen herausragendes Know-how, um das Design, die Implementierung und den Support Ihrer Automatisierungsinvestitionen zu unterstützen.

Anmelden

Registrieren Sie sich über folgenden Link um automatisch über aktuelle Ausgaben der Automation Today per E-Mail informiert zu werden.