Wann haben Sie zuletzt über Ihre MCCs nachgedacht?

Wann haben Sie zuletzt über Ihre MCCs nachgedacht?

Was bereitet einem Werksleiter schlaflose Nächte?

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es die Sorge, ob die Produktionsprozesse zuverlässig und durchgängig genug sind, um sowohl den Durchsatz als auch die Qualität aufrecht zu erhalten.

Und wo sichern sich Manager ab, ob alles so läuft wie es sollte?

Wahrscheinlich tun sie dies im Herzen des Betriebs – der Steuerzentrale. Eventuell haben sie auch schon der Weg hin zu einem Connected Enterprise eingeschlagen. Dann können sie auf Leistungsdaten und betriebliche Trends zugreifen, die durch intelligente Geräte erfasst wurden, und diese Informationen dezentral anzeigen.

Der Zugriff auf diese Daten und Informationen verschafft natürlich Sicherheit, aber gibt es noch weitere kritische Anlagen, die dem prüfenden Blick des Managements verborgen bleiben?

Verborgene Geräte, die bei einem Ausfall zu erheblichen Produktionsverlusten (oder Schlimmerem) führen würden und sich möglicherweise nicht schnell reparieren lassen?

Die meisten Anlagen sind in hohem Maße von Elektromotoren abhängig. Diese liefern in Form von festen oder variablen Drehzahlen die Antriebskraft für das Transportieren, Schneiden, Mischen, Pumpen, Kühlen, Dosieren, Belüften, Verpacken und weitere Prozesse, die Produkte durchlaufen, bevor sie bereit für den Versand und Verkauf sind.

Während die Bedarfssteuerung dieser Motoren von der programmierbaren Automatisierungssteuerung (PAC) ausgeht, erfolgt die eigentliche Arbeit - das Schalten der elektrischen Last - in der Regel über ein Motor Control Center (MCC).

Häufig sind MCCs nicht im selben Bereich anzutreffen wie die Ausrüstung zur Automatisierungssteuerung, sondern eher in Technik- oder Schalträumen. Dort verrichten sie ihre Arbeit ruhig (oder auch nicht so ruhig), wobei ihre Zuverlässigkeit – die in der Regel wirklich beeindruckend ist – ihr größter Feind ist.

Warum? Wenn etwas immer problemlos funktioniert, wird dies leicht als Selbstverständlichkeit angesehen. Und diese Erwartungshaltung wächst mit jedem weiteren Monat oder Jahr. Aber natürlich hält nichts ewig und wenn es dann zu dem unvermeidlichen Ausfall kommt, handelt es sich im besten Fall um eine Unannehmlichkeit und im schlimmsten Fall um eine Katastrophe.

Das muss aber nicht sein. MCCs können intelligent sein. Sie lassen sich über EtherNet/IP in Ihr Connected Enterprise integrieren und liefern dann wichtige Informationen über den eigenen Zustand und den Zustand der Motoren und Maschinen, die sie antreiben.

Darüber hinaus können sie Trends zum Energieverbrauch bereitstellen und dies häufig weitaus detaillierter als herkömmliche Energieüberwachungseinrichtungen. Sie können auch frühzeitige Informationen liefern, bevor es zu einem Fehlerzustand kommt. Intelligente MCCs können eine wichtige Rolle bei der vorausschauenden Instandhaltung der gesamten Anlage spielen!

Hinzu kommt, dass moderne MCCs einfach zu warten sind.

Bei einer in verschiedene Abschnitte aufgeteilten „Form 4“-Konstruktion mit entnehmbaren Behältern oder Baugruppen könnte im Falle eines Fehlers ein Ersatzteil beispielsweise innerhalb von Sekunden eingesetzt werden.

Dank der integrierten „Intelligenz“ des MCC erfolgen Konfigurations- und Überlasteinstellungen automatisch.

MCCs sind ein grundlegender Bestandteil jeder Installation mit Elektromotoren. Dies bedeutet, dass sie in nahezu jedem Werk rund um den Globus anzutreffen sind. Sie liefern die elektrische Energie und den notwendigen Schutz für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Motoren in Ihrer Anlage. Wann haben Sie zuletzt über Ihre MCCs nachgedacht?

Wenn diese intelligenter wären, würden Sie dann vielleicht besser schlafen?

Jonathan Smith
Gepostet 24 September 2018 Von Jonathan Smith, Field Business Leader, Drives, Rockwell Automation
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