Neues Jahr, altbekanntes Ziel: Mehrwerte nutzen

Neues Jahr, altbekanntes Ziel: Mehrwerte nutzen

„Request Quality Check“. Microsofts HoloLens reagiert sofort. Sie bekommen die gewünschten Informationen eingespielt – in eine Mixed Reality-Brille, die auf Ihre Sprachkommandos hört. Das klingt nach Science Fiction? Ist es aber nicht. Nicht mehr. Denn wie vor kurzem auch in unserer „Innovation Zone“ auf der SPS IPC Drives in Nürnberg zu sehen war, sind solche futuristisch anmutenden Technologien längst „salonfähig“. Das gilt auch für Einsätze in der Industrie. Laut einer aktuellen Capgemini Studie könnte die Nutzung erweiterter (AR) und virtueller Realitäten (VR) in drei bis fünf Jahren bereits in jedem zweiten Unternehmen Standard sein. Potenzielle Anwendungsszenarien gibt es viele. Sie reichen vom bloßen Einblenden wegweisender Zusatzinformationen bei Montage- oder Wartungsaktivitäten bis zur Schaffung digitaler Maschinenabbilder für Trainings- oder Inbetriebnahmezwecke.

Nahezu jeder, der selbst schon einmal mit Augmented- oder Virtual Reality-Technologien in Berührung kam, zeigte sich auf Anhieb begeistert davon. Klar mag dies auch damit zusammenhängen, dass so eine HoloLens-Brille eine tolle Sache ist, aber das ist mit Sicherheit nicht der alleinige Grund. Just for fun würde nämlich kaum jemand in so ein Gerät investieren. Da steckt vielmehr ein altbekanntes Ziel dahinter: Konkrete Mehrwerte zu nutzen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Grundsätzlich gibt es viele Schrauben, an denen man drehen könnte, um in Summe noch produktiver, noch effizienter oder noch flexibler zu werden. Die große Frage ist nur, an welchen Stellen sich ein korrigierender Eingriff wirklich lohnt. Das herauszufinden ist die eigentliche Schwierigkeit an der ganzen Geschichte. Schließlich soll ja nichts „verschlechtbessert“ werden.

Allgemeingültige Erfolgsrezepte gibt es leider nicht. Eine Optimierungsmaßnahme, die für ein Unternehmen gut ist, kann für ein anderes vollkommen wirkungslos bleiben. Die gute Nachricht für alle, die bei wichtigen Geschäftsentscheidungen lieber auf Nummer sicher gehen wollen, lautet aber: Heutzutage lässt sich fast alles in geschützten virtuellen Umgebungen simulieren und ausprobieren. Ein gutes Beispiel dafür ist unser Connected Enterprise Kompetenzzentrum in Karlsruhe: Dort werden die Chancen der Digitalisierung und der konkrete Nutzen unterschiedlichster Industrie 4.0-Anwendungen interaktiv erlebbar. Damit ist es die perfekte Umgebung, um gemeinsam mit Kunden an individuellen Strategien und kreativen Ideen für eine erfolgreiche Zukunft zu feilen.

Durchgängigkeit ist Trumpf

Wer die Vorteile moderner Technologien voll ausschöpfen möchte, muss gezielt „connecten“: Denn nur intelligent vernetzt ist wirklich viel an Echtzeitinformation und faktenbasierter Handlungsfähigkeit gewonnen. Eine zentrale Datenquelle für einen vollständigen Überblick über alle Betriebs- und Systemzustände – das ist es, wovon viele Entscheidungsträger insgeheim träumen. Im Englischen gibt es dafür sogar einen schönen Ausdruck: Single Pane of Glass.

Stellen Sie sich bitte folgendes Szenario vor: Sie blicken auf Ihr Anzeigegerät und sehen sofort eine Übersicht über all Ihre Fabriken. Sie haben eine Frage an den Betriebsleiter des Werks in Übersee – ein Touch genügt und schon sind Sie über Skype direkt mit ihm verbunden. Eine detaillierte Auskunft darüber, wann bei der Maschine XY am Produktionsstandort Z der nächste Service fällig wird, erhalten Sie genauso einfach und schnell, ohne in eine andere Software-Applikation wechseln zu müssen. Die neue FactoryTalk InnovationSuite powered by PTC macht es möglich. Sie gibt Ihnen sogar den Tipp, dass Sie am besten jetzt gleich – ein zustimmender Touch genügt – einen entsprechenden Arbeitsauftrag für Ihr Instandhaltungsteam vor Ort kreieren. Auf Wunsch könnten akut werdende Wartungsaktivitäten selbstverständlich vollautomatisch initiiert werden. Denn das System denkt mit – künstliche Intelligenz, es protokolliert mit – digitales Monitoring und es erfährt aus erster Hand was tatsächlich Sache ist. Schließlich wissen Sensoren gemeinhin mehr als noch so penibel geführte Excel-Listen.

Wir kennen doch alle diese „Zukunftsvision“ von einem Kühlschrank, der ohne menschliches Zutun Joghurt oder Milch nachbestellt, wenn der Bestand zur Neige zu gehen droht. Mittlerweile sind solche vor gar nicht allzu langer Zeit noch als Utopien geltende Ideen längst Realität geworden. Wohin die digitale Reise in Zukunft noch führen wird? Ganz ehrlich, ich bin selbst schon gespannt darauf! Nach dem Siegeszug mobiler Devices in der Produktion zeichnen sich derzeit Mixed Reality-Anwendungen als nächster großer Trend im Industrieumfeld ab. Ich kann nur sagen: Wir sind perfekt gerüstet dafür. Die strategische Allianz mit PTC stärkt uns den Rücken im IoT- und Augmented Reality-Bereich wie zuletzt auf der Nürnberger SPS IPC Drives bzw. zuvor schon auf der Rockwell Automation Fair 2018 in zahlreichen Show Cases zu sehen war: Denn sogar die HoloLens hört mittlerweile auf unser Kommando! Somit stehen uns und unseren Kunden wieder jede Menge neuer Möglichkeiten offen. Sprechen wir darüber…

Andreas Hamm
Gepostet 7 Januar 2019 Von Andreas Hamm, Country Director, Rockwell Automation
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