Optimierung: Greifen Sie nicht nur nach den tief hängenden Früchten

Mit der besten Infrastruktur erhalten Sie die besten Daten

Es ist noch nicht allzu lange her, da konnten Sie beim Joggen auf Ihrer Uhr die Rundenzeiten ablesen und bekamen angezeigt, wann Sie Ihr Soll erfüllt hatten. Springen wir ein paar Jahre weiter: Da zeigte Ihre Uhr bereits die Anzahl der Schritte an und konnte Ihren Puls messen. Und nun nähern wir uns der Gegenwart noch ein wenig mehr: Plötzlich haben wir eine GPS-gestützte dynamische Karte, einen Höhenmesser, Luftbelastungsindizes sowie Nahfeldkommunikation (NFC) – um den Protein-Shake nach dem Laufen zu bezahlen. Hinzu kommt eine neue Funktion, mit der Sie Ihre Daten zu Leistung, Route und Herzschlag sowie Fotos von Ihren sportlichen Aktivitäten auf ziemlich jedem Social Media-Kanal, der Ihnen gerade einfällt, teilen können.

Diese Entwicklung bei der personalisierten Technologie ist ein nahezu exaktes Abbild dessen, was wir in der industriellen Welt erlebt haben. Schauen wir uns einmal die Grundlagentechnik an: Früher lieferte ein Sensor lediglich „Ja“- oder „Nein“-Signale. Dann wurden die Sensoren intelligenter und konnten mehr als Ein-/Aus-Daten weitergeben. Das Datenvolumen erhöhte sich im Zuge dessen so, dass vor der Bereitstellung auf dem Dashboard Datenanalysen durchgeführt werden konnten. So kann der Anwender genau nachvollziehen, was der Sensor erfasst.

Die Erfassung, Analyse und gemeinsame Nutzung von Daten sind hierbei die Kernfaktoren … jedoch müssen diese Daten in einem Format bereitgestellt werden, das für verschiedene Anwender verständlich ist. Ob es sich nun um den Hinweis auf einen wunderbaren Ausblick auf Ihrer Laufstrecke oder die Information Ihres Sensors handelt, dass mit etwas Schmutz zu rechnen ist oder dass die letzten 50 Produkte etwas größer als die vorherigen 50 geraten sind, alle Daten haben irgendwo einen Endpunkt, und es kommt darauf an, was Sie an diesem Endpunkt mit diesen Informationen machen. Erst an diesem Punkt lässt sich mit den erfassen Daten ein echter Mehrwert schaffen.

Sujeet Chand, unser Chief Technical Officer, erklärt dies so: „Es geht hierbei nicht um Big Data, sondern darum, dass die richtigen Daten in strukturierter und kontextualisierter Form zur Verfügung stehen!“ Um die richtigen Daten zu erhalten, benötigen Sie die richtigen Tools; und damit diese ihre Aufgabe optimal erfüllen, müssen sie – besonders in einer modernen Fertigungsumgebung – „smart“ sein. Dennoch müssen Sie bei Ihrer Entscheidung ein bisschen wählerisch sein. Smarte Geräte bekommen Sie überall, die Frage ist nur, wie sich diese kombinieren lassen und wie einfach das ist – die Zufriedenheit unserer Kunden spricht in dieser Hinsicht eine deutliche Sprache.

Grundsätzlich können Operational Intelligence und die anschließenden Analysen nur dann wirklich nützlich sein, wenn die richtigen smarten Geräte mit der richtigen Software kombiniert werden. Schon die ersten Computerpraktiker vertraten den Grundsatz „garbage in = garbage out“. Ihr Ziel sollte sein, die richtigen Informationen zu erfassen, diese mit moderner Software zu analysieren und sie dann in einem Format bereitzustellen, das für andere Nutzer verständlich ist.

Mit diesem Smart Manufacturing-Konzept sollten Sie aber nicht mehrere Unternehmen betrauen, wenn Sie am Ende nicht mit mehreren Plattformen, mehreren Protokollen und zahlreichen Konflikten dastehen wollen. Ein ganzheitlicher Ansatz basiert auf einer Plattform, die über ein Netzwerk kommuniziert und eine Design-, Programmier- und Steuerungsumgebung nutzt.

Michael Mueller
Gepostet 4 Dezember 2018 Von Michael Mueller, Field Business Leader DACH Power and Components, Rockwell Automation
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