Fachkräftemangel – nein, Danke!

Fachkräftemangel in der Automatisierung proaktiv angehen

Irgendwie ist es eine kuriose Situation: Der Konjunkturmotor brummt, die Auftragsbücher sind prall gefüllt und trotzdem hat so manch ein Produktionsleiter Sorgenfalten auf der Stirn. Teilweise laufen die Geschäfte nämlich dermaßen gut im Moment, dass mit den vorhandenen bzw. den frei am Markt verfügbaren Personalressourcen nicht mehr Schritt gehalten werden kann. Ein Szenario, das in Zeiten eines mittlerweile deutlich spürbaren Fachkräftemangels immer häufiger Realität wird. Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gilt fehlender Berufsnachwuchs in vielen deutschen Betrieben bereits als größter Hemmschuh für eine positive Geschäftsentwicklung. Ähnliches gibt es von unseren rot-weiß-roten Nachbarn zu vermelden: „Fachkräftemangel bremst Österreichs Mittelstand aus“, stand hier in einer im Februar dieses Jahres erschienenen EY-Studie geschrieben, nachdem mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen über Vakanzen in der Produktion und damit in direktem Zusammenhang stehenden Umsatzeinbußen klagten.

Nachsatz zum Thema „schlau machen auf der Hannover Messe“: Wir sind dort Cisco Booth – Hall 6, G30, Microsoft Booth - Hall 7, C40,ODVA Booth - Hall 11, E58 und freuen uns auf Ihren Besuch!

Prognose: 2030 werden 3 Mio. Fachkräfte fehlen

Die Wirtschaftsforschungs- und Beratungsfirma Prognos geht davon aus, dass es uns im Jahre 2030 alleine in Deutschland an rund drei Millionen Fachkräften fehlen wird. Weil bis dahin einige geburtenstarke Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Und weil im Zuge der Digitalisierung der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitnehmern steigt. Aber welche Fähigkeiten bzw. welches fachliche Rüstzeug braucht es in unserer heutigen, extrem schnelllebig gewordenen Zeit? In einer Welt, in der alles immer komplexer wird, die Halbwertszeit von Wissen aber zugleich kontinuierlich sinkt? Es heißt ja, dass viele Berufe bzw. Tätigkeitsprofile von morgen heute noch gar nicht erfunden sind. Was können wir demnach tun? Wie können wir uns für die Anforderungen der Zukunft wappnen? Unterstützung bekommen wir u. a. von den Sozialpartnern der Metall- und Elektro-Industrie (ab dem Ausbildungsjahr 2018/19 werden in allen M+E-Berufen zentrale Qualifizierungsschwerpunkte für Industrie 4.0 gelehrt) und von den Fachhochschulen. So wurde beispielsweise in Trier erst vor kurzem ein neuer Bachelor Studiengang „Internet of Things – Digitale Automation“ aus der Taufe gehoben. Der Startschuss erfolgt mit dem Sommersemester 2018. An der Hochschule Heilbronn wird ebenfalls fit für Industrie 4.0 gemacht. Ein starker Praxisbezug ist dabei das A und O. Deshalb können die Teilnehmer des Studiengangs Produktion und Prozessmanagement neuerdings auch mit CompactLogix-Steuerungssystemen üben und erste Erfahrungen sammeln.

Lösung: Lust auf Technik machen

Apropos Erfahrungen sammeln: Die Frage aller Frage ist wohl, wie wir möglichst viele Menschen für eine technische Ausbildung begeistern können? Richtig, indem wir sie bereits in jungen Jahren, am besten spielerisch an diese Materie heranführen. Gute Beispiele dafür sind die FIRST LEGO League (FLL) oder die FIRST Robotics Competition (FRC) – zwei Wettbewerbe, bei denen wir als Sponsor auftreten und bei denen echte Ingenieure gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen planen, programmieren und tun. Mit solchen Aktionen wollen wir etwaige Berührungsängste nehmen, Interesse wecken sowie Lust machen auf eine eingehendere Beschäftigung mit technischen Belangen. Denn in Wahrheit gibt es kaum ein spannenderes Betätigungsfeld. In unserer Branche kann man die Zukunft aktiv mitgestalten. Wir sitzen direkt an der Quelle, wir treiben den technologischen Wandel nicht nur voran, sondern drücken diesem auch unsere Stempel auf. Und trotzdem leiden wir nach wie vor über einen zu geringen Zustrom zu den MINT-Fächern, über zu wenig Ingenieure, über zu wenig Fachkräfte, über zu wenig technikbegeisterte Menschen, die mit uns den Industrie 4.0-Weg beschreiten wollen.

Rockwell Automation zielt mit seinem europaweiten Trainee-Programm mittlerweile nicht mehr nur auf Ingenieure ab. Wer ein anderes evtl. wirtschaftsorientiertes Studium vorzuweisen hat, technisches Grundverständnis mitbringt und persönliches Interesse an Automatisierungstechnik zeigt, ist bei uns ebenfalls gern gesehen. Ich bin vor dreizehn Jahren selbst über ein Trainee-Programm bei Rockwell Automation gelandet. Ich kannte das Unternehmen vorher gar nicht. Ich wurde erst darauf aufmerksam als ich es in meinem damaligen Job plötzlich mit einer Allen Bradley Steuerung zu tun bekam. Ich dachte mir damals als junger Mensch: „Hey was Neues, kenn ich noch gar nicht!“, und nutzte gleich die nächste Hannover Messe, um mich am Rockwell Automation-Stand schlau zu machen. Okay ich gebs zu, ich war auf Anhieb begeistert: Denn bereits damals, 2005!, wurde von Rockwell Automation die Integrated Architecture promotet und ich erkannte sofort, da geht technologisch die Reise hin – und da wollte ich unbedingt dabei sein.

Nachsatz zum Thema „schlau machen auf der Hannover Messe“: Wir sind dort Cisco Booth – Hall 6, G30, Microsoft Booth - Hall 7, C40,ODVA Booth - Hall 11, E58 und freuen uns auf Ihren Besuch!

Andreas Hamm
Gepostet 13 April 2018 Von Andreas Hamm, Country Director, Rockwell Automation
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