Führung durch den Wandel: Führungskompetenz innerhalb des Unternehmens

Führungskompetenz innerhalb des Unternehmens

In meinem letzten Blog bin ich auf die Veränderungen eingegangen, mit denen wir es heute zu tun haben, und habe einige Denkanstöße gegeben, wie wir in Zeiten eines exponentiellen Wandels erfolgreich sein können. Dabei ging es um die Art aber auch die Auswirkungen der Veränderungen, die wir heute erleben, auf unternehmerischer als auch auf sozialer Ebene.

Diesmal geht es aber nicht um das äußere Umfeld, in dem Unternehmen agieren, vielmehr möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die betriebsinternen Bedingungen lenken. Natürlich existieren beide Bereiche nicht losgelöst voneinander, es bietet sich einfach an, das Thema von zweierlei Blickwinkeln zu betrachten – und in zwei Blogs zu unterteilen! Konzentrieren wir uns also auf die Struktur Ihres Unternehmens und auf seine wichtigste Ressource – die Mitarbeiter.

Förderung von Kompetenzen

Anfang des Jahres hat mein Kollege Uwe Kueppers einen Blog veröffentlicht, in dem er die Geschwindigkeit, mit der sich die in der Industrie verlangten Kompetenzen verändern, mit dem Mooreschen Gesetz vergleicht. Er vertritt den Standpunkt, dass die heute im Zeitalter des Wandels in der Industrie geforderten Fähigkeiten nicht dieselben sind, die uns im Studium vermittelt wurden, und dass die künftigen Fertigkeiten sich wiederum von dem unterscheiden werden, was wir heute lehren können. Dies bedeutet, dass der Fähigkeit, sich konstant weiterzubilden, eine zentrale Bedeutung zukommt. Deshalb muss eine Umgebung für lebenslanges Lernen innerhalb Ihres Unternehmen geschaffen werden.

Die Industrie kann an dieser Stelle auch von neuen Ansätzen lernen, die wir aktuell in der Bildung beobachten. An der Schule meiner Tochter gab es zum Beispiel vor kurzem eine Unterrichtseinheit, die sich vollständig von den Erfahrungen meiner eigenen Schulzeit unterscheidet. Es ging darum zu lernen, wie man lernt.

Jeder Schüler sollte sich zwei Themen aussuchen und selbstständig lernen. Einige Kinder wählten Sprachen, andere Computerprogrammierung, ein weiterer Schüler entschied sich für technische Lösungen für Spiele. Die Schüler führten Tagebuch über Ihre Erfahrungen und beschrieben genau, wie sie bei der Beschaffung von Lehrmaterialien vorgingen, was sie gelernt haben und vor allem wie.

Mein Kollege Kevin Carpenter veröffentlichte vor kurzem einen Blog zu diesem Thema, den ich sehr empfehlen möchte: How to Tell Whether Your Company Values Diversity and Inclusion.

Übertragen auf ein Unternehmensszenario im Zeitalter des Wandels lässt sich daraus folgendes schließen: Indem Sie Ihre Mitarbeiter zu selbstgesteuertem Lernen ermutigen und befähigen, erhalten und maximieren Sie ihr Talent und fördern gleichzeitig die für den Erfolg notwendigen Kompetenzen.

Förderung der Gemeinschaft

Was darunter zu verstehen ist, erklärt sich eigentlich von selbst. Es ist aber trotzdem erwähnenswert, da es sich um einen zentralen Aspekt von Führungsstärke in der heutigen Zeit handelt. In der Vergangenheit war der Führungsstil tendenziell weniger flexibel und offen für neue Ideen. Dies hat sich sehr verändert, kommt aber immer noch vor. Es gibt nach wie vor Unternehmen mit einem starren, hierarchisch aufgebauten Führungsansatz.

Die Unternehmen jedoch, die anpassungsfähiger und flexibler hinsichtlich des stetigen Wandels sind, verfügen über eine stärker gemeinschaftlich ausgerichtete Führungsstrategie. Ein gemeinschaftlicher Ansatz bietet die Möglichkeit, Änderungen schneller umzusetzen; er fördert aufgaben-, projekt- und lösungsorientierte Herangehensweisen und befähigt die jeweiligen Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens, diese voranzutreiben. Diese flacheren Strukturen sind weiterhin auf eine starke Führung angewiesen – eine starke Vision sowie ein ausgeprägtes Firmenethos tragen dazu bei, dass alle am selben Strang ziehen.

Förderung einer Integrationskultur

Eine Kultur des Miteinbeziehens ist nicht nur die richtige, sondern auch die beste Herangehensweise. Weil unterschiedliche Ansichten, Erfahrungen und Hintergründe für ein dynamisches Unternehmen sorgen. In einer offenen, gemeinschaftlichen Umgebung kann dadurch der entscheidende Wettbewerbsvorsprung erzielt werden. Es steht außer Frage, dass ein besonders vielseitiges Team bessere Ergebnisse hervorbringt. Daraus ergeben sich eine bessere Arbeitsumgebung und zufriedenere Mitarbeiter und das Unternehmen wird außerdem attraktiver für talentierte Bewerber.

Bei der Umsetzung einer Kultur der Einbeziehung geht es um mehr als die Einhaltung von Regelungen bezüglich kulturellem Hintergrund, Religion, Alter und Geschlecht. Inklusivität beinhaltet einige Wahrheiten, die unbequem sein können, z. B. der Umgang mit einer unbewussten Voreingenommenheit. Eine positive Haltung zur Inklusion durch die oberste Unternehmensebene, die Geschäftsführung, ist unerlässlich für ein wirklich integratives Umfeld. Mein Kollege Kevin Carpenter veröffentlichte vor kurzem einen Blog zu diesem Thema, den ich sehr empfehlen kann:How to Tell Whether Your Company Values Diversity and Inclusion.

Erfolg durch Anpassung

Ich habe bereits erwähnt, dass in der Vergangenheit ein starrerer und autoritärer Führungsstil üblich war. Ein hoher IQ galt als wichtigstes Kriterium für die Besetzung einer führenden Position. In letzter Zeit erleben wir eine Verschiebung zum EQ, dem Quotienten für die Emotionale Intelligenz.

Diese Neugewichtung hat dazu geführt, dass erfolgreiche Führungskräfte ihre Mitarbeiter ermutigt haben, ihre Fähigkeiten gemeinsam einzubringen, um so weit mehr zu erreichen. Kürzlich hatte ich das Vergnügen, einen Vortrag von Amin Toufani über den Nutzen von „AQ“, der Quotient für Anpassungsfähigkeit, zu hören. [Einen ähnlichen Beitrag können Sie sich hier ansehen.]

Amin sprach sehr überzeugend von der Fähigkeit, in Zeiten der Veränderung flexibel zu sein. „Wenn sich die Welt exponentiell schnell verändert, ist Ihre Fähigkeit, sich an diese Veränderungen anzupassen, der stärkste Prädiktor für Ihren Erfolg.“ Es ist wichtig hinzuzufügen, dass Anpassungsfähigkeit trainiert werden kann. Die Verbesserung dieser Fähigkeit bei Ihnen selbst und im Führungsstab Ihres Unternehmens ist damit durchaus möglich.

Um als Führungskraft in Zeiten des exponentiellen Wandels erfolgreich zu sein, ist es notwendig, Veränderungen offen anzunehmen. Sowohl Veränderungen auf dem Markt als auch innerhalb des Unternehmens müssen auf Best Practices hin angeschaut werden, die Ihre wichtigste Ressource – Ihre Mitarbeiter – motivieren, ihr Bestes zu geben.

Der Wandel ist da. Führungskräfte, die fähig und bereit sind, sich diesem zu stellen und sich anzupassen, werden Erfolg haben.

Thomas Donato
Gepostet 10 September 2018 Von Thomas Donato, President, EMEA, Rockwell Automation
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