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IIoT im Fertigungsbereich? Dafür gibt es eine App

Es sind nur acht Jahre vergangen, seit in der berühmten Fernsehwerbung eines führenden Anbieters für Verbrauchertechnologie verschiedensten Szenarien gezeigt und das Versprechen gemacht wurde „Dafür gibt es eine App“.

Seitdem hat sich die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, verändert – besonders innerhalb von Gruppen. Schauen wir uns z. B. folgende Familienszene an – bei Ihnen läuft es wahrscheinlich genauso, ohne dass Sie darüber überhaupt nachdenken.

Der Vater bereitet das Abendessen zu, während der Sohn im Teenager-Alter in seinem Zimmer Hausaufgaben macht und die Mutter die Tochter vom Sport-Training abholt.

Als der Vater bemerkt, dass eine wichtige Zutat für das Abendessen fehlt, ruft er nicht nach dem Sohn, der oben in seinem Zimmer sitzt, und er ruft auch nicht die Mutter an. Nein, sein erster Gedanke ist, eine Nachricht in den Familien-Chat zu stellen:

„Hilfe! Wir haben keinen Knoblauch mehr im Haus.“

Zusammen mit einem Selfie, das ihn vor der Pfanne mit der Puttanesca-Pasta-Soße zeigt.

Die Tochter bespricht sich im Auto mit ihrer Mutter und schreibt nach wenigen Sekunden zurück:

„Wir halten auf dem Rückweg beim Supermarkt an, wenn er noch geöffnet hat.“

Der Sohn, der die sich anbahnende Katastrophe in seinem Zimmer verfolgt, antwortet mit einem gewissen Eigeninteresse:

„Ich habe gerade im Internet nachgeschaut; der Supermarkt hat bis 20 Uhr geöffnet. Ihr habt also noch Zeit – bitte rettet das Abendessen!“

Außerdem fügt er einen Link zu den Öffnungszeiten des Supermarkts bei sowie ein Angebot für Knoblauch und jede Menge Emojis (die kein Mensch versteht)!

So ließ sich das Problem mit einer einzigen Nachricht und ohne die Pfanne aus den Augen zu lassen oder den Kochvorgang zu unterbrechen lösen. Mit den Chat- und Bild-Funktionen der offenen Plattform, den immensen Datenressourcen im Internet und der Beteiligung der ganzen Familie in Echtzeit, konnte das Abendessen gerettet werden.

Die Fehlerbehebung in einer industriellen Umgebung ist üblicherweise sehr viel mühseliger. Nicht immer kann die Person, die das Problem findet, dieses auch genau bestimmen. Möglicherweise dauert es eine Weile, bis die Person, die das Problem identifizieren kann, zur Stelle ist. Die richtigen Werkzeuge oder Handbücher zu besorgen, erfordert wiederum Zeit. Weitere Zeit vergeht bei der Kontaktaufnahme über E-Mail oder Telefon mit dem zuständigen Ingenieur. Im Klartext: Herkömmliche Fabriken können die „Puttanesca-Soße“ nicht immer rechtzeitig retten, da die Zusammenarbeit im Team nicht so effizient verläuft wie in einer modernen Familie.

Es gibt jedoch keinen Grund, warum dies so sein muss: Ein äußerst spannender Aspekt im Zusammenhang mit verbesserter Konnektivität und dem Einsatz von Verbrauchertechnologie in industriellen Umgebungen ist, wie Lifestyle-Apps die Entwicklung industrieller Apps beeinflusst haben, die ein ähnliches Maß an Mobilität und Flexibilität bieten.

Junge Leute sind „Digital Natives“ – sie gehen davon aus, dass ihr Leben vollständig vernetzt abläuft. Apps im Industriebereich sorgen für Unabhängigkeit und ermöglichen es dadurch, bei der Fehlerbehebung den Rest des Teams über Video-, Bild- und Chat-Funktionen einzubeziehen. Auch ist der unmittelbare Zugriff auf Informationsquellen zur Lösung von Problemen in Echtzeit gegeben.

Apps ermöglichen es, Probleme zu identifizieren und mit Erfahrung, Handbüchern und Kompetenzen, die zur Lösung beitragen, zu verknüpfen, unabhängig davon, wo sich diese Lösungsquellen befinden. Mit mobilen Apps werden die starren Systeme und Prozesse in stark reglementierten Umgebungen handlicher und natürlicher. Und, da sie unabhängig von den Automatisierungs- und Steuerungssystemen arbeiten, müssen die Betriebsmittel nicht verändert werden, sondern nur die Art und Weise wie sie eingesetzt werden.

Das ist das IIoT, wie es sich heute darstellt, und durch den Einsatz von Verbrauchertechnologie wissen wir häufig schon, wie es funktioniert. Dabei ist es besonders faszinierend zu beobachten, wie kreativ diese Technologie angewandt wird, um die Anforderungen bestimmter Umgebungen zu erfüllen.

Wie auch immer Ihre individuellen Anforderungen an reibungslose Mobilität in der Industrie aussehen mögen, es gibt bestimmt eine App dafür.

Falls Sie es nicht bereits getan haben, schauen Sie sich einmal unsere FactoryTalk TeamOne-App an, die wir gemeinsam mit Microsoft entwickelt haben. Da ständig neue Funktionen hinzukommen, wird sich die Arbeitsweise von Industriestandorten rasch wandeln.

Ebenso wie viele Verbraucher-Apps, die unser tägliches Leben verändert haben, ist unsere App kostenlos in den App Stores iTunes und Google Play erhältlich.


Michel Huy
Michel Huy
Regional Sales Director EMEA ISPB, Rockwell Automation
Michel is passionate about helping companies transform their operations and finding new ways for customers to become more efficient and effective.
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