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Vom Bier zu Fertiggetränken: Neue Ansätze im Brauwesen

Angesichts gedämpfter Wachstumszahlen auf dem Biermarkt wenden sich traditionelle Brauereien der Herstellung von Hard Seltzer und anderen Spirituosenmischungen zu. Der Brauprozess bietet hierfür gute Voraussetzungen.

„Bierhersteller blicken schwierigen Zeiten entgegen.“ – IndustryWeek
„Bierabsatz stagniert weiterhin.“ – USA Today
„Bier auf dem absteigenden Ast.“ – CNN

Diese Nachrichten reichen, um jedem Brauer schlaflose Nächte zu bereiten. Außerhalb der Wachstumsbereiche in China, Indien und Brasilien treffen die meisten globalen Hersteller auf einen Bierabsatzmarkt, der von gesundheitsbewussteren Konsumenten beherrscht wird. Konsumenten, die weniger Alkohol trinken und den Kick ohne Kalorien suchen, wenn sie einmal zu einem alkoholischen Getränk greifen.

Trinkfertige Cocktails (Ready to Drink, RTD) hingegen halten mit Pauken und Trompeten Einzug auf dem Markt. Getränke auf Spirituosenbasis, harte Selters, Cannabis-Kombucha-Kaffee. Das sind die Getränke, nach denen Ihre Kunden verlangen. Sogar Freunde des Craft-Biers.

Analysten sind sich einig, dass dies keine Modeerscheinung ist, und die großen Produzenten wissen bereits, dass sich hier eine Chance auftut. 2019 wurde bei Anheuser-Busch die Abteilung „Beyond Beer“ gegründet. Und Molson Coors startete als Molson Coors Beverage (nicht Brewing) Company ins Jahr 2020.

Während das Brauen von Hard Seltzer und ähnlichen Getränken nicht jedermanns Sache ist, sehen Eigentümer und Investoren große Erfolgschancen in einer Erweiterung der Produktionslinie. Und diese ist weniger aufwendig, als Sie vielleicht denken.

Kann meine Brauerei das leisten?

Eine Brauerei ist ein ideales Umfeld, um Fertiggetränke wie Hard Seltzer zu kreieren und herzustellen. Wahrscheinlich haben Sie sogar bereits die Lizenz, die Ausrüstung und die Kapazitäten, die Sie benötigen.

Die Bierherstellung ist eine Nutzungsmöglichkeit Ihrer aktuellen Verfahren. Wenn Sie ein paar weitere Funktionen hinzufügen, z. B. ein Zuckerdosiersystem oder einen Carbo-Mischer, sowie Behälter oder Tanks mit den erforderlichen Zutaten, können Sie neue Getränke mit minimalem Investitionsaufwand in denselben vier Wänden herstellen. Danach nutzen Sie dieselben Verpackungsanlagen und Vertriebskanäle, mit denen Sie auch heute schon arbeiten.

Von Vorteil ist auch die kürzere Verarbeitungszeit beim Brauen von Hard Seltzer. Die Gärung dauert Tage anstatt Wochen, wodurch das Produkt schneller weitertransportiert wird und Sie insgesamt mehr produzieren können. Außerdem werden weniger und günstigere Zutaten benötigt. Mit ein wenig Planung, demselben Bewusstsein für gleichbleibend hohe Qualität und automatisierte Brauverfahren ist die Lernkurve gering. Aber Ihre Kunden werden mehr Gründe haben, Ihre Marke zu lieben, während Sie Investoren dafür gewinnen werden, Ihr Wachstum weiter zu fördern.

Flexibilität für die Zukunft

Sie werden von skalierbarer Flexibilität profitieren wollen, um die neuen Rezepte und Konfigurationen zu erstellen und auszuführen. Eine modulare Softwareanwendung, mit der Module für das Mischen, die Zuckerdosierung, die Kurzzeiterhitzung oder andere Prozessschritte einfach hinzugefügt werden, kann Ihnen die Arbeit erheblich erleichtern.

Sie sollten darauf achten, eine Lösung zu finden, die auf einer offenen Plattform aufbaut und es Ihnen ermöglicht, viele verschiedene Getränkesorten herzustellen und zu mischen, z. B. die Lösung FactoryTalk Brew or FactoryTalk Craft Brew Vergewissern Sie sich, dass folgende Möglichkeiten gegeben sind:

  • Gewährleistung eines ausgewogenen Betriebs durch einfache Planung und eine Rezepturverwaltung, bei der große und kleine Chargen, mehrere Marken und sich schnell ändernde Produktionsanforderungen berücksichtigt werden.
  • Schnellere Produkteinführungen mit Tools, die zur Standardisierung des Betriebs und zur Kostenkontrolle beitragen.
  • Bereitstellung von Informationen zu den Chargen, um die Qualität und Konsistenz zu verbessern und gleichzeitig die Konformität zu gewährleisten.

Es kommt darauf an, bewusste Entscheidungen mit Blick auf die Zukunft zu treffen, wie ein Kunde von Rockwell Automation kürzlich auf der Automation Fair feststellte.

„Der Seltersmarkt existierte noch gar nicht, als wir unsere Brauerei konzipiert haben. Wir haben eine Brauerei gebaut, die Bier herstellen kann. Aber wir können auch andere Getränke brauen, vielleicht sogar Getränke, an die wir bisher noch nicht gedacht haben“, so Jim McCabe, Präsident und Gründer der Milwaukee Brewing Company.

Die Branche verändert sich – und das ist OK

Sie glauben nicht, dass Sie sich für Fertiggetränke begeistern können? Dann sind Sie nicht allein. Vielen Brauern fällt es schwer, die gleiche Leidenschaft für diesen neuen Markt zu empfinden wie für Bier. Aber Mischgetränke können durchaus auch ihren Reiz haben. Bleiben Sie dem treu, was Sie einzigartig macht, z. B. lokale Zutaten und kräftige Aromen.

Ebenso wie große Biermarken von Craft-Bieren beeinflusst wurden, können auch große Seltersmarken in den Bann von handwerklichen Fertiggetränken geraten. Darüber hinaus ist der Markt weit offen für den neuen Trend der versetzten Getränke. Wir haben es in den vergangenen zehn Jahren bei den Craft-Bieren gelernt: Wenn Sie dafür sorgen, dass Ihre Marke authentisch bleibt, werden auch Ihre Kunden Ihnen treu bleiben.

Ganz gleich, ob Sie sich auf den neuen Selters-Trend einlassen oder Ihr nächstes IPA perfektionieren wollen, sorgen Sie für einen flexiblen Brauprozess sowie ein ungebrochenes Markenversprechen und sehen Sie sich dieses Video mit Automatisierungsoptionen für jede Brauereigröße an.


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