Rackverbindung
Wenn sich ein digitales E/A-Gerät in einem dezentralen Chassis befindet (bezogen auf den Eigentümer), kann der Benutzer zur Kommunikation mit den digitalen E/A-Geräten in diesem Chassis Rack-Verbindungen verwenden.
Um einen Adapter und E/A-Geräte zur Verwendung von Rack-Verbindungen zu konfigurieren, wählen Sie beim Erstellen des Geräts das Kommunikationsformat Rack-Optimierung. Für die Adapter wird hierdurch festgelegt, dass sie ein „Rack-Abbild“ erstellen und die E/A-Daten darin an den Controller zurückgeben. Für E/A-Geräte wird hierdurch festgelegt, dass sie an der Rack-Verbindung „teilnehmen“ und ihre E/A-Daten auf diese Weise zurückgegeben werden.
Eine Rack-Verbindung kann nur für digitale E/A-Geräte gewählt werden, wenngleich auch direkte Verbindungen zu digitalen E/A-Geräten zulässig sind. Das System kann im gleichen Chassis direkte Verbindungen und Rack-Verbindungen herstellen. Analoge E/A-Geräte können nicht an Rack-Verbindungen teilnehmen. Alle Verbindungen zu Analog-Geräten sind daher direkte Verbindungen. Analoge Geräte stellen niemals das Kommunikationsformat Rack-Optimierung bereit.
Vorteile von Rack-Verbindungen
Eine Rack-Verbindung ökonomisiert die Verbindungsnutzung zwischen dem Eigentümer und den digitalen E/A-Geräten im dezentralen Chassis. Zwischen dem Controller und dem ControlNet-Adapter für das Rack-Abbild wird nur eine Verbindung hergestellt.
Begrenzungen von Rack-Verbindungen
Eine Rack-Verbindung überträgt nur Eingangs- und Ausgangsdaten zum/vom Controller. Andere Eingangsdaten, die das Gerät bei einer direkten Verbindung ausgeben würde, wie z. B. Status- oder Diagnosedaten, werden im Rackbild nicht ausgegeben.
Eine Rack-Verbindung lässt nur einen RPI-Wert zu, der für alle für diese Verbindung konfigurierten Geräte verwendet wird. Anstelle mehrerer direkter Verbindungen mit unterschiedlichen RPI-Werten verfügt der Besitzer über eine einzelne Rackverbindung mit einem einzigen RPI-Wert. Dieser RPI-Wert ist für alle digitalen E/A-Geräte im Chassis geeignet.
Im folgenden Beispiel kommuniziert der Eigentümer mit allen E/A-Geräten im dezentralen Chassis, verwendet aber nur eine Verbindung. Die Daten von allen drei Geräten werden gleichzeitig und zusammen gesendet, mit dem für den ControlNet-Adapter (Bestellnummer 1756-CNB) angegebenen RPI-Intervall. Durch die Verwendung von Rack-Verbindungen entfällt die Notwendigkeit von drei separaten Verbindungen.

Begrenzungen von ControlLogix E/A-Rack-Verbindungen
Wird ControlLogix E/A mit einem dezentralen ControlNet-Adapter (Bestellnummer 1756-CNB oder 1756-CNBR) eingesetzt, können bis zu 5 Controller eine Rack-Verbindung zu diesem ControlNet-Adapter herstellen. Mit Ausnahme der schreibgeschützten Verbindungen, die nahezu unbegrenzt sind, schlagen alle folgenden Verbindungsanforderungen fehl.
Begrenzungen von FLEX E/A-Rack-Verbindungen
Wird FLEX E/A mit einem dezentralen FLEX E/A-Adapter (Bestellnummer 1794-ACN15, 1794-ACNR15) eingesetzt, kann ein Controller eine Rack-Verbindung zum FLEX ControlNet-Adapter herstellen. Weitere Rack-Verbindungsanforderungen schlagen fehl.
Die Verbindung mit einem FLEX E/A-Gerät, das für die Verwendung der Rack-Optimierung konfiguriert ist, kann nicht gesperrt werden.
Vorschläge für den Einsatz von Rack-Verbindungen
Im Allgemeinen sollten Rackverbindungen für digitale E/A-Geräte im dezentralen Chassis eingesetzt werden, wenn:
- das dezentrale Chassis in der Mehrzahl digitale Geräte enthält
- der Eigentümer-Controller nur über wenige Verbindungen verfügtTIPP:Rackverbindungen sollten nicht für E/A-Diagnose-Geräte eingesetzt werden. Diagnosedaten können über eine Rackverbindung nicht übertragen werden. Aufgrund dieser fehlenden Diagnosedaten können E/A-Geräte mit Diagnosefunktionen nicht verwendet werden.
Weitere Informationen zu den analogen Geräten von ControlLogix finden Sie in der Dokumentation
ControlLogix-Benutzerhandbuch für analoge E/A-Module
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