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Vernetzung in der chemischen Produktion: COVID-19 darf nicht stören

Auch bei einem Konjunkturabschwung können Chemieproduzenten ihre digitalen Initiativen weiter vorantreiben, indem sie ein robustes, sicheres Fundament schaffen.

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Worker in yellow vest with ipad in dark onsite.

COVID-19 behindert nicht nur die Produktion in Chemiewerken, sondern bedroht auch digitale Initiativen in einer Branche, die im Hinblick auf die Digitalisierung bereits hinter den meisten anderen zurückbleibt.

Vor der Pandemie wurde die digitale Transformation unter Chemieproduzenten heiß diskutiert. Viele Hersteller suchten nach Möglichkeiten, die Betriebsabläufe durch Einsatz neuer Technologien zu verbessern und neu zu gestalten, oder unternahmen bei Ihren Digitalisierungsinitiativen bereits die ersten Schritte. Angesichts einer geringeren oder unsicheren Kundennachfrage überdenken Produzenten nun ihre Kapitalausgaben.

Aber die Pandemie muss Ihren digitalen Initiativen nicht den Schwung nehmen, besonders dann nicht, wenn Sie sich wie viele andere Chemieunternehmen noch in der frühen Sondierungs- oder Planungsphase befinden. Tatsächlich kann eine Verlangsamung Ihrer Geschäftstätigkeit der ideale Zeitpunkt sein, um sich auf die Schaffung eines soliden digitalen Fundaments zu konzentrieren – eines Fundaments, das Ihre Initiativen stützt und sie auf Erfolgskurs bringt.

 

Ausgestaltung der Grundlagen

Die meisten Chemieproduzenten streben das Ziel an, Informationen in Echtzeit nutzen zu können. Diese Echtzeit-Informationen können schnellere und bessere Erkenntnisse liefern als papierbasierte Systeme. Zudem können sie dazu beitragen, Verbesserungen in Bereichen wie Anlagenauslastung, Energieverbrauch sowie Sicherheit und Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Aber wie erhalten Sie diese Informationen? Digitale Lösungen wie Analysen, MES und digitale Zwillinge spielen dabei eine Rolle. Sie wandeln rohe Produktionsdaten in aussagekräftige Informationen um, mit denen das Werkspersonal bessere Geschäftsentscheidungen treffen kann.

Diese Technologien entfalten ihren Nutzen jedoch nur dann, wenn ein entsprechendes digitales Fundament geschaffen wurde. Dieses Fundament besteht aus einer Kombination von Netzwerken, Geschäfts- und Produktionssystemen und den damit verbundenen Anlagen im Fertigungsbereich, die einen sicheren Datenfluss in Echtzeit auf allen Ebenen Ihres Unternehmens ermöglichen.

Das digitale Fundament muss robust genug sein, um Ihren aktuellen und zukünftigen Kommunikationsbedarf zu erfüllen. Darüber hinaus muss es durchgängig alle Prozesse abdecken, um Informationsinseln zu vermeiden und die Skalierung Ihrer Digitalisierungsinitiativen zu unterstützen. Es muss außerdem die notwendige Sicherheit bieten, um Ihre Mitarbeiter, Ihr geistiges Eigentum und Ihre Prozesse vor Cyber-Bedrohungen zu schützen.

Glücklicherweise muss der Aufbau eines solchen Fundaments kein kostspieliges Unterfangen sein, das auf einen Schlag durchgeführt werden muss. Somit stellen die Budgetbeschränkungen, mit denen sich heute viele Unternehmen konfrontiert sehen, kein Hindernis dar. Sie können das Fundament Stück für Stück errichten und dabei das Tempo und den Investitionsbetrag an die Gegebenheiten Ihres Unternehmens anpassen.

 

Überlegungen zu Ihrem Plan

Um sicherzustellen, dass Sie die richtigen Investitionen in Ihr Fundament tätigen, denken Sie jetzt darüber nach, was Sie in den kommenden Jahren benötigen, um robuste, skalierbare und sicher vernetzte Betriebsabläufe zu schaffen.

Aktualisieren Sie beispielsweise die Designstandards für Ihre gesamte Plattform, um Ausrüstung und Instrumentierung einzubeziehen. In diesem Zuge können Sie veraltete Produktionsanlagen durch die datengestützten Anlagen ersetzen, die Sie für Ihr Fundament benötigen, anstatt den üblichen Gleiches-durch-Gleiches-Austausch vorzunehmen.

Auch eine Netzwerkbeurteilung kann Ihnen helfen, notwendige Netzwerkanpassungen zu ermitteln, um Ihre Anlagen integrieren und die Daten zwischen ihnen korrelieren zu können. Letztendlich sollte Ihre Netzwerkinfrastruktur als Backbone für eine skalierbare und sichere Konnektivität fungieren.

Stellen Sie stets sicher, dass die Software, die Sie verwenden wollen, über den gesamten Betrieb hinweg skalierbar und langfristig einsetzbar ist. Einige Chemiehersteller mussten feststellen, dass der Support kundenspezifischer Software, wie z. B. MES-Lösungen, die unternehmensintern entwickelt werden, mit begrenztem Personal nur schwer möglich ist. Bei Mitarbeiterabgängen geht Ihrem Unternehmen wichtiges Wissen über den Umgang mit dieser kritischen Ebene verloren.

 

Der Aufbau Ihres Fundaments

Jetzt ist ein ausgezeichneter Zeitpunkt, um mit der Planung Ihres digitalen Fundaments und auch der digitalen Initiativen zu beginnen, die Sie darauf umsetzen möchten.

Dazu gehört die Festlegung der geschäftlichen Herausforderungen, die Sie meistern wollen. Danach können Sie für jede Initiative Prioritäten setzen und Planungen durchführen.

Bei der Zusammenarbeit mit Chemieunternehmen haben wir die Erfahrung gemacht, dass es manchmal am besten ist, mit den „leichten“ Siegen zu beginnen. Auf diese Weise können Sie den Nutzen Ihrer Initiativen schnell demonstrieren, um Unterstützung für größere, längerfristige Projekte zu gewinnen. Stellen Sie auch sicher, dass Sie die Ergebnisse, die Sie erreichen wollen, festlegen und erfassen.

Um mehr darüber zu erfahren, wie Sie den Weg Ihres Unternehmen zu einem vernetzten Chemiewerk ebnen können.

Veröffentlicht 3. August 2020

Themen: Chemie

Robert Swim
Robert Swim
Chemical Industry Manager, Rockwell Automation
Robert Swim is an Industry Leader at Rockwell Automation assisting customers in the chemical industry. He’s applied his more than 30 years of process industry experience to help customers meet their operational goals across industries, specifically the chemical industry.
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