Ein strukturierter Ansatz
Der entscheidende Vorteil des MES ist die strukturierte Art und Weise, wie es die Daten auf der Grundlage von Ereignissen und Transaktionen speichert und gleichzeitig in Echtzeit überprüft, ob jeder Ausführungsschritt korrekt durchgeführt wird.
Betrachten Sie dieses Beispiel: Das ERP hat einen Auftrag, der eine Erweiterung eines unserer Nennrezepte auf Basis der Anlagenkapazität und -fähigkeiten erfordert. Das bedeutet, dass wir ein neues Produktionsrezept für den Fertigungsbereich benötigen, das aus dem im PLM generierten Nennrezept und dem Auftrag im ERP berechnet wird. Das MES führt diese Logik aus und passt die erforderliche Prozessliste (BOP), die Stückliste (BOM) und die zugehörigen Prozessparameter an und liefert diese dann an den Fertigungsbereich.
Sobald der Prozess in Gang gesetzt ist, überwacht das MES jeden Schritt, verifiziert und validiert jede Aktivität und jedes Ereignis und speichert die daraus resultierenden Daten strukturiert.
All diese Logik und die notwendige Reaktionszeit sind in einem PLM-, ERP- oder IIOT-System entweder nicht oder nur teilweise verfügbar.
Ein informationsgestützter Fertigungsprozess
Durch die Zusammenarbeit sichern MES, IIOT, ERP, PLM und andere Systeme einen gemeinsamen Kommunikationsrahmen, der einen vernetzten Datenfluss und eine integrierte Ansicht der Anlagendaten über den gesamten Lebenszyklus hinweg ermöglicht.
Diese zentrale Informationsquelle ermöglicht es Unternehmen, sich auf ihre Geschäftsstrategien, Ziele und zugehörigen KPIs zu konzentrieren, während das MES das „Wie?“ übernimmt, sicherstellt, dass alles korrekt funktioniert, und berechnet, was zur Behebung von Fehlern erforderlich ist, wenn diese auftreten.
Nicht ausgestorben, sondern in Entwicklung
MES ist noch lange nicht tot – es spielt immer noch eine wichtige Rolle in einem digital transformierten Betrieb. Allerdings hat sich diese Rolle geändert, und MES ändert sich mit.
Mit der Weiterentwicklung des Fertigungsprozesses wird das MES immer modularer und flexibler und integriert die Funktionalität, die für Industrie 4.0 erforderlich ist. Zusammen mit IIOT bietet es eine verbesserte Interoperabilität, kontextualisierte Daten, erweiterte Analysen und sogar die Grundlage für Extended-Reality-(XR)-Anwendungen.
MES entwickelt sich zu einem flexibleren Bestandteil eines übergeordneten Ökosystems von Anwendungen. Und damit stellt es einen wesentlichen Teil des digital thread dar, der für den Erfolg von Industrie 4.0 so wichtig ist.
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