Die Kraft der Ausdauer in der Geschäftswelt ist nicht zu unterschätzen. Das vergangene Jahr hat der Fertigungsindustrie eine Reihe von Herausforderungen beschert, die zuvor undenkbar waren und die Entschlossenheit des Sektors sowie seine Fähigkeit, kreative Lösungen für gängige Probleme zu finden, auf die Probe gestellt haben.
Aus der Perspektive von Rockwell Automation haben wir beobachtet, wie unterschiedlich Unternehmen in den vergangenen turbulenten Monaten reagiert haben. Es gab offensichtlich keine einheitliche „COVID-19“-Erfahrung; verschiedene Unternehmen befanden sich auf unterschiedlichen Bereitschaftsstufen, was die Geschwindigkeit ihrer Reaktion auf die aufkommenden Herausforderungen betrifft. Für einige haben die geschäftlichen Anforderungen im Zusammenhang mit den Lockdowns die Führungsebene dazu veranlasst, die Digitalisierungspläne zu beschleunigen und massive Fortschritte auf ihrer Transformationsroadmap zu machen.
Für andere war es ein Weckruf, dass sie, wenn sie ihr Geschäft jetzt nicht änderten, in Zukunft gezwungen sein würden, aufzuholen, da sich die Landschaft schnell verändert.
Digitale Transformation in Echtzeit
Als Anfang 2020 die erste COVID-19-Welle eintraf, hatten die Unternehmen in allen Bereichen nur wenig Zeit, die Situation zu verstehen und einen schlüssigen Plan zu entwickeln. Auch bei Rockwell Automation herrschte ein Gefühl der kollektiven Unsicherheit, aber wir erkannten schnell die Schwere des Virus und die Regeln, die wir für unsere Organisation anwendeten, waren strenger als die Regierungsrichtlinien auf lokaler Ebene.
Unter unseren Kunden waren wir beeindruckt, wie schnell Führungsteams bereit waren, uns um Unterstützung zu bitten, um proaktiv ihre Herausforderungen anzugehen. Auf der einen Seite suchten unsere Kunden in Bereichen wie Öl & Gas nach Möglichkeiten, die Effizienz zu verbessern, um auf plötzliche Nachfrageschwankungen zu reagieren oder, im Fall unserer OEM-Kunden, Einschränkungen im regulären Betrieb wie Feldbesuche bei ihren Kunden zu bewältigen. Auf der anderen Seite fanden wir Hersteller in kritischen Bereichen wie Life Sciences und CPG, die sich schnell an die wachsende und unvorhergesehene Nachfrage auf dem Markt anpassen mussten, kombiniert mit der Bedrohung durch Probleme in der Lieferkette.
Die Erfahrungen und Herausforderungen haben einige wertvolle Einblicke in die Prioritäten der Führungskräfte gegeben, wenn sie in die Zukunft blicken und die Automatisierung nutzen wollen, um ihre Betriebe zu stärken.
5 Prioritäten für eine digitale Zukunft
1. Sicherheit
Seit März 2020 haben Cyberangriffe enorm zugenommen. Die Pharmaindustrie verzeichnete zum Beispiel im Vergleich zu 2019 einen Anstieg der Angriffe um 50 %. Dazu gehörte auch ein hochkarätiger Profildatenverstoß, der sich gegen mehrere Unternehmen richtete, die an COVID-19-Behandlungen arbeiten, aufgrund der sensiblen Natur des geistigen Eigentums, das in den gestohlenen Dokumenten enthalten war. Auch in unserer Organisation haben wir mehr als doppelt so viele Cyberangriffe erlebt wie vor COVID-19. Unsere Kunden stehen vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, ihre Systeme am Laufen zu halten, ihr geistiges Eigentum zu schützen und ihren Mitarbeitern, die jetzt oft dezentral arbeiten, zu helfen, sicher zu bleiben.