Für Sie empfohlen
Noch vor nicht allzu langer Zeit war die Lieferkette in der Automobilindustrie durch eine vielfältige Gruppe regionaler Komponentenlieferanten geprägt.
In den letzten zehn Jahren haben die Automobilhersteller jedoch ihre Umstellung auf globale modulare Plattformen beschleunigt – und dasselbe von ihren Anbietern gefordert.
Als Reaktion darauf haben die größten Automobilanbieter auf modulare Angebote umgestellt, die alles von kompletten Cockpit-Baugruppen und Sitzsystemen bis hin zu Antriebssträngen umfassen.
Und durch eine Vielzahl von Fusionen und Übernahmen erweitern sie weiterhin ihren Umfang und richten ihre geografische Präsenz an ihrer Kundenbasis aus.
Diese neue optimierte Lieferkette hat es den Automobilherstellern ermöglicht, die Effizienz ihrer Abläufe zu steigern – und ihre gesamten Investitionsausgaben zu senken.
Natürlich verspricht dieses Geschäftsmodell auch neue Ebenen der Rentabilität für den Automobilanbieter.
Es kann aber auch den Bedarf an höherer manufacturing intelligence im Fertigungsbereich aufzeigen, um die Flexibilität und Effizienz der Produktion zu verbessern – und helfen, Risiko zu mindern.
Ein skalierbares, modernes MES kann Anbietern dabei helfen, die erforderliche Reaktionsfähigkeit zu erreichen, um diese Herausforderungen direkt anzugehen.
Wie? Der Schlüssel liegt in einem außergewöhnlichen Maß an Informationsintegration, die von intelligenten Geräten im Fertigungsbereich bis hin zu ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) reicht.
Anbieter können Daten aus ihrem gesamten Betrieb erfassen, kontextualisieren und analysieren – und schließlich darauf reagieren.
Sehen wir uns das genauer an.
Flexibilität & Effizienz in der Fertigung
Die Geschicke der Automobilanbieter spiegeln stets die der gesamten Branche wider. Früher war die Gleichung relativ einfach: Positive Branchenprognose = mehr Komponentenaufträge. Die Produktion wurde entsprechend angepasst.
Da die Anbieter jedoch die Design- und Fertigungsverantwortung für größere Teile des Fahrzeugs übernehmen, müssen sie ihre Produktionsstrategien überdenken und auf den Markt reagieren wie die Automobilhersteller, die sie beliefern.
Das bedeutet, dass Innovationen auf Branchenvorgaben wie Kraftstoffeffizienz ausgerichtet werden müssen – und die Produktion an sich ändernde Verbraucherpräferenzen und Just-in-Time-Anforderungen der Lieferkette angepasst werden muss.
Durch die Implementierung einer Rockwell Software MES-Lösung können Anbieter ihre Agilität und Reaktionsfähigkeit auf vielfältige Weise verbessern.
Beispiel: Die Anwendung für die Produktionsauftragsverwaltung optimiert die Materialkoordination und die wichtigsten Fertigungsparameter während des gesamten Produktionsprozesses – und bietet eine Bestandsübersicht in Echtzeit, um den Produktionsfluss aufrechtzuerhalten.
Und wenn ein neuer Auftrag eingeht, kann die Anwendung sofort die Auftragsinformationen und Produktionsdaten aus dem Unternehmenssystem abrufen – und sie in detaillierte Fertigungsunterlagen umwandeln, um eine schnellere Reaktion im Fertigungsbereich zu ermöglichen.
Risikominderung
Da Fahrzeugrückrufe 2015 Rekordzahlen erreichten, hat die Verbesserung des Qualitätsmanagements in der Automobilindustrie eine neue Dringlichkeit erlangt. Da die Branche zunehmend auf modulare Lieferungen umstellt, verlangen Automobilhersteller von den Anbietern, mehr Verantwortung für Gewährleistungs- und Rückrufansprüche zu übernehmen.
Zur Verbesserung des Qualitätsmanagements kann die Fehlerprüfung eine Stückliste und Verfahren in durchsetzbare Arbeitsanweisungen umwandeln. Sollte ein Fehler auftreten, können Halte- und Quarantäneaktivitäten verhindern, dass die betroffene Baugruppe in die Lieferkette gelangt.
Wenn ein Anbieter auf einen Rückruf oder ein Gewährleistungsproblem reagieren muss, können Produktgenealogie- und Track-and-Trace-Funktionen eine Vorwärts- und Rückverfolgbarkeit bieten, um Qualitätsprobleme zu identifizieren – sowie die Echtzeit-Produktposition, die mit kritischen Produktionsdaten verknüpft ist, um den Umfang von Rückrufen zu begrenzen.
Das Schöne an diesem System ist die Skalierbarkeit
Beachten Sie, dass dies nur einige wenige Beispiele dafür sind, wie eine Rockwell Software MES-Lösung Anbietern dabei helfen kann, die Anforderungen einer immer komplexeren Fertigungsumgebung zu erfüllen.
Das System zeichnet sich durch seine Modularität und Benutzerfreundlichkeit aus. Es basiert auf einer gemeinsamen Infrastruktur, die es Anbietern ermöglicht, die heute benötigten Anwendungen kostengünstig zu implementieren und das System bei Bedarf einfach zu erweitern.
Veröffentlicht 9. Mai 2016