Empfohlen für Sie
Oftmals zeigen sich in Zeiten der Widrigkeiten die größten Kraftakte. Trotz des schwierigen und unsicheren Umfelds, das sich aus den Ereignissen dieses Jahres ergeben hat, hat es mich ermutigt zu sehen, wie die britische Fertigung die Herausforderungen direkt angeht und großen Unternehmergeist zeigt.
Da sich die Wirtschaft und unser Alltag allmählich wieder normalisieren, ist die Priorität für die Führungskräfte der Fertigungsindustrie nun, die Lehren der letzten Monate zu reflektieren und diese als Katalysator für nachhaltige Veränderungen in ihrem Unternehmen zu nutzen.
Ein Katalysator für Veränderungen
Das Zusammenspiel zwischen technologischen Fortschritten und deren Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb ist über die Jahre hinweg konstant geblieben. Was vielleicht weniger offensichtlich ist, ist die Tatsache, dass eine Technologie manchmal jahrelang existieren kann, bevor Unternehmen eine klare und wertvolle Anwendung dafür finden. Wir haben dies in den letzten Monaten bei der Einführung von Videokonferenz- und Team-messaging-Software beobachtet, nicht nur als Möglichkeit, bei Arbeitsprojekten in Verbindung zu bleiben, sondern auch für den Aufbau von Beziehungen und die Steigerung der Team-Moral.
Diese Möglichkeiten gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt, doch erst in Zeiten der Notwendigkeit haben sich die Verhaltensweisen hin zu einer vollständigen Akzeptanz solcher Anwendungen gewandelt.
Und nicht nur die Kommunikationstechnologien haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Pandemie hat das Management dafür sensibilisiert, wie viel effizienter es und seine Teams durch den Einsatz der neuesten Technologie sein können, und hat zu einer intensiveren Überlegung darüber angeregt, wie viel von dieser Veränderung auch nach COVID-19 Bestand haben wird.
Ich habe mehrere Bereiche notiert, in denen betriebliche Veränderungen erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft hatten und uns einen Hinweis auf die Kräfte geben, die die Zukunft der britischen Fertigung mitgestalten können:
1. Bessere Nutzung von Humankapital
Die Pandemie hat hervorgehoben, dass es zwar nicht immer möglich ist, dass Menschen vor Ort sind, es aber dennoch wichtig ist, auf Wissen und Fähigkeiten zugreifen zu können, wann immer sie benötigt werden. Technologien wie Vuforia Chalk – eine Anwendung für dezentralen Support und Anleitung – dezentrale Teamarbeit und Werkzeuge für additive manufacturing-Prozesse haben Herstellern geholfen, den Betrieb aufrechtzuerhalten und wichtige Artikel in großem Maßstab zu produzieren, um das Land am Laufen zu halten.
Da die Überlegungen zur sozialen Distanzierung weiterhin bestehen und wichtige Mitarbeiter, wie Ingenieure mit bestimmten oder gefragten Fähigkeiten, zweimal darüber nachdenken, weite Strecken zu reisen, ist es von großer Bedeutung, ihr Expertenwissen erfassen und anwenden zu können.
2. Effizientere und robustere Lieferkette- und Produktionsabläufe
Die Unsicherheit der COVID-19-Situation hat die Notwendigkeit einer Transparenz über die gesamte Lieferkette hinweg hervorgehoben. Darüber hinaus war die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen liefern zu können, eine Gelegenheit für starke Lieferanten, sich wirklich zu profilieren.
Für Unternehmen, die entweder in ihren Werken oder in ihrer Lieferkette auf Schwierigkeiten gestoßen sind, war die Stimmung unter den Kunden und Aktionären in der Regel verständnisvoll. Wenn wir jedoch in Zukunft auf eine ähnliche Situation stoßen und solche Hersteller nicht gut genug vorbereitet sind, um zu handeln, werden Fragen aufkommen, warum sie keine angemessenen Verfahren zur Unternehmenskontinuität und Risikominderung eingerichtet haben.
Eine durchgängige Transparenz bis hinunter auf Komponentenebene wird für die zukünftigen Fähigkeiten von entscheidender Bedeutung sein.
3. Erkundung neuer technologischer Möglichkeiten zur Verbesserung von Geschwindigkeit und Flexibilität
Eine der Lehren aus der COVID-19-Situation ist, wie wichtig Geschwindigkeit und Flexibilität sind. Hersteller müssen in der Lage sein, sich an herausfordernde Situationen anzupassen, sei es aufgrund von Gesundheitskrisen, geopolitischen Ereignissen oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen, und die Produktion dorthin zu verlagern, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Die Situation der letzten Monate hat die Menschen für die Verfügbarkeit vernetzter Technologien wie AR, Smart Glasses und dezentraler Support sensibilisiert, die zur Verbesserung ihrer Produktionsprozesse eingesetzt werden können. Diese Technologien können in der Regel als Teil ihrer Systeme installiert werden, als separate Schicht zu ihrer Betriebsausrüstung, was eine intelligentere und wirtschaftlichere Nutzung ermöglicht.
Technologien, die es Herstellern ermöglichen, von dezentralen Standorten aus auf Echtzeitinformationen zuzugreifen und Entscheidungen über den Einsatz ihrer Ressourcen zu treffen, waren vor fünf oder zehn Jahren noch nicht möglich, aber jetzt sind sie es, und unter herausfordernden Umständen hat sich ihr Wert wirklich gezeigt.
Eine stärkere Zukunft
Lange Zeit wurde die Digitalisierung als etwas betrachtet, das in der Zukunft liegt und auf das Unternehmen hinarbeiten sollten. Nach COVID-19 wird sie eher als Notwendigkeit angesehen. Die Herausforderungen der letzten Monate haben den Herstellern die Augen für Automatisierung und Digitalisierung als Schlüsselfaktoren für ihr jeweiliges Unternehmen und ihren Transformationsansatz geöffnet.
Die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen wie Rockwell Automation kann Ihnen dabei helfen, Ihre dringlichsten Bedürfnisse zu definieren und Ihre Technologie so zu gestalten, dass sie diese Fähigkeiten unterstützt.
Niemand weiß, was die Zukunft bringt, wenn wir aus dem Lockdown herauskommen. Aber als Fertigungsland ist das Vereinigte Königreich gut aufgestellt, um mit Unsicherheit umzugehen, wenn wir aus den Erfahrungen mit COVID-19 lernen, um dauerhafte Veränderungen zu schaffen, die uns für eine robustere Zukunft rüsten.
Erfahren Sie mehr über dieses Thema und über die Kraft und das Potenzial, das flexible Fertigung Ihrem Unternehmen bringen kann, im Management Perspectives Hub.
Veröffentlicht 31. August 2020