Für Zulieferer ist es an der Zeit, über Rückverfolgung nachzudenken

Rückverfolgung: ein wichtiges Thema für Zulieferer

In der Automobilindustrie sind Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit ja nichts Neues.

Im Rahmen von Gesetzesänderungen und aufsehenerregender Fälle befassen sich Automobilhersteller seit Jahrzehnten mit den Auswirkungen von Rückrufaktionen. Was mit Fokus auf kritische Komponenten wie Reifen und Sicherheitsvorrichtungen begann, hat nun wesentlich an Umfang gewonnen.

Heute wird von Automobilherstellern erwartet, dass sie die von einer Rückrufaktion betroffene Fahrzeugflotte schnell identifizieren können. Laut der Automotive Industry Action Group (AIAG) müssen alle Parteien in der Lieferkette ihre Rückverfolgungstools und -systeme verbessern, um diese Erwartungen zu erfüllen.

Da Automobilzulieferer immer größere und komplexere Fahrzeugteile bereitstellen, verlangen Automobilhersteller von ihnen den Einsatz wirksamer Rückverfolgungssysteme.

Für Zulieferer war die Wahl des richtigen Rückverfolgungssystems bisher schwierig. Kürzere Automobilentwicklungszeiten setzten eine Steigerung des Innovationstempos voraus, daher flossen wenige Ressourcen in Umrüstungen. Ein anhaltender Preisdruck sowie der schnelllebige Markt haben das Budget für Investitionen zusätzlich begrenzt.

Angesichts knapper Ressourcen ist es für einen mittelständischen Zulieferer nicht unbedingt einfach, den Einsatz eines herkömmlichen Manufacturing Execution System (MES) – und der umfangreichen, dafür notwendigen Infrastruktur sowie der IT-Ressourcen für deren Unterstützung – zu rechtfertigen.

Gibt es eine bessere Lösung?  

Dank des Fortschritts im Bereich individueller Softwarelösungen gibt es für Zulieferer nun weitaus kostengünstigere Ansätze zum Thema Rückverfolgung. Es versteht sich von selbst, dass die Optionen unterschiedlich aufgebaut sind. Daher ist es wichtig für eine erfolgreiche Implementierung, vorab Bewertungskriterien festzulegen.  
Bei der Bewertung einer Track- & Trace-Lösung sollten die folgenden drei Maßstäbe angelegt werden:

1. Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit: Erfüllt die Anwendung kosteneffizient die heutigen Anforderungen? Kann man damit flexibel auf künftige Erfordernisse reagieren?   

Skalierbare Softwarelösungen zielen oft auf spezielle Fertigungsanforderungen und können zunächst mit einer Pilot-Anwendung auf der Maschinen- oder Arbeitsbereichsebene eingesetzt werden.

Die Anwendung FactoryTalk Production adressiert Anforderungen im Zusammenhang mit der Prozessausführung in der Fertigung. Sie ist in ERP Systeme integrierbar und erfasst die für die Produktion benötigten Auftrags- und Rezeptparameter. Die Anwendung bietet nicht nur die entsprechenden Funktionen für Track/Trace und Genealogie – sondern unterstützt auch das komplette Produktionsmanagement innerhalb der Einrichtung und bietet eine Plattform für kontinuierliche Verbesserung.

Dank zusätzlicher Anwendungen, die auf einer gemeinsamen Plattform aufbauen, lässt sich die Lösung außerdem auf ein integriertes MES skalieren, sobald sich die Investition rentiert hat.

2. Infrastrukturanforderungen: Welche IT-Ressourcen werden für die Umsetzung benötigt? Gibt es Optionen, die das Investitions- bzw. Betriebsbudget weniger stark belasten?

Für jeden Zulieferer ist es von grundlegender Bedeutung, dass Investitionen in die IT-Infrastruktur so gering wie möglich ausfallen. Tatsächlich benötigen maßgeschneiderte Anwendungen weit weniger Infrastruktur als umfassende MES-Lösungen. Auch die Festlegung der kostengünstigsten Bereitstellungsoption – In-House, Cloud oder Hosted – ist hier ein wichtiger Bestandteil.

Um die unterschiedlichen Anforderungen von Lieferanten zu erfüllen, kann FactoryTalk Production unter Verwendung einer betriebsinternen IT-Infrastruktur oder auch über die Cloud eingesetzt werden, um das Budget zu schonen.

3. Bedienerfreundlichkeit. Welche Fähigkeiten sind nach der Implementierung für die Verwendung und Wartung des Systems erforderlich?

Jeder Betriebsleiter wird bestätigen können, dass sich ein einfach zu bedienendes System schnell auszahlt. Allzu oft wird bei der Auswahl von Anwendungen jedoch außer Acht gelassen, wie die Belegschaft damit zurechtkommen wird. Wie erschwinglich ist eine neue Anwendung, wenn zusätzliches, speziell ausgebildetes Personal für die Wartung eingesetzt werden muss?

FactoryTalk Production gewährleistet ein hohes Maß an Bedienerfreundlichkeit durch grafische Anlagen-Layouts, die sich vollständig über eine Webseiten-ähnliche Umgebung konfigurieren lassen. Dank der Drag-and-Drop-Funktionalität und der Planerstellungsassistenten können die Anwendungen vom Betriebspersonal selbst entworfen und gewartet werden. 

Betrachten Sie das Thema Rückverfolgbarkeit von einem anderen Blickwinkel aus.

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Rockwell Automation unterstützt Automobilzulieferer dabei, Ihre Produktionsstrategien zu überdenken

Mitverfasst von Todd Montpas
Produktmanager, Information Software, Rockwell Automation

Tom Mott
Veröffentlicht am June 18, 2017 von Tom Mott, Business Development Manager, Automotive Tier, Rockwell Automation
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